24.08.2014, 16:05 Uhr

Der etwas andere Bootsklub Emspiraten haben Domizil am Flussufer bei Geeste

Der „Bootsklub Emspiraten Geeste hat sich am Ufer der Ems unterhalb der Emsbrücke an der Straße von Geeste nach Dalum ein eigenes Clubgelände geschaffen. Foto: DiersDer „Bootsklub Emspiraten Geeste hat sich am Ufer der Ems unterhalb der Emsbrücke an der Straße von Geeste nach Dalum ein eigenes Clubgelände geschaffen. Foto: Diers

Geeste. Am Ufer der Ems, an der Brücke der Straße, die von Geeste nach Dalum führt, hat er sein kleines, aber gemütliches Domizil, der „Bootsclub Emspiraten Geeste“. Der Bootsklub verfügt allerdings nicht über eigene Bootsliegeplätze.

„Die wird es hier auch nie geben“, weiß Clemens Kemper aus Groß Hesepe, der seit über 20 Jahren den 1978 offiziell gegründeten Verein als Vorsitzender führt. „Eine behördliche Genehmigung für die Einrichtung von Bootsliegeplätzen wird es hier nie geben.“ Also stellt man erst gar nicht einen Antrag. Man fühlt sich auch so wohl am Emsufer.

„Wir müssen jedes Mal unsere Boote eigens zu Wasser lassen, damit wir auf der Ems fahren können. Anschließend auch wieder herausholen“: Daran hat sich der stellvertretende Clubchef Hartmut Lenz aus Lingen längst gewöhnt. Selbst das älteste Clubmitglied mit seinen 84 Jahren muss die Prozedur des Bootslippens auf sich nehmen, möchte es mit seinem kleinen Motorboot die Ruhe auf der Ems genießen.

Das Clubgelände und ein dazugehöriges altes Gebäude, in dem in liebevoller Eigenleistung ein schmucker Clubraum und Stauräume für Paddel- und Ruderboote und sonstige maritime Gegenstände geschaffen wurden, wird mindestens einmal im Monat zu einem beliebten Treffpunkt der „Emspiraten“ aus der Gemeinde Geeste und drum herum.

„Ein Mitglied wohnt sogar in Köln. Das kommt zu allen festen Clubterminen extra angereist“, beschwören Kassiererin Kornelia Paulsen aus Groß Hesepe und Schriftführerin Bettina Wenk das harmonische Zusammenleben der Emspiraten. Die erkennen nur Familien als Mitglieder an. „Zurzeit ist noch für eine Familie, egal wie viele Personen dazugehören, in der Vereinsliste Platz“, verzichten die Emspiraten auf große Werbeaktionen. Kemper erklärt dazu: „Wir haben uns eine Obergrenze von 30 Familien gesetzt. 29 führen wir momentan in unseren Listen.“

Hervorgegangen sind die Emspiraten, die ihr „Piratenlager“ weithin sichtbar in großen Lettern von der Straße aus von Geeste nach Dalum markiert haben, aus einer Gruppe von Wasserfreunden, die oft unterhalb der Emsbrücke kleine „Piratenzeltlager“ aufschlugen. „Einige hatten schon ein Kajak, ein Paddelboot oder ein kleines Motorboot. Eines Tages haben wir die Plünnen zusammengeworfen und den Verein gegründet“, kann sich Kemper als noch einziges Gründungsmitglied des Clubs gut daran erinnern. „Wir wollen uns von den anderen Jacht- und Bootsclubs absetzen. Wer bei uns Mitglied wird, muss kein eigenes Boot haben, schon gar keine Jacht“, sagt Kemper.

Wer trotzdem aufs Wasser möchte, fährt mit anderen mit oder leiht sich eines der clubeigenen Kajaks oder Paddelboote. Die Emspiraten schreiben die Geselligkeit ganz groß. Sie feiern Winter- und Sommerfeste, Weihnachtsfeiern und das An- sowie das Abpaddeln zu Saisonbeginn und zum Saisonende.

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