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01.12.2016, 18:30 Uhr KOMMENTAR

Ein Sozialpolitiker mit Leib und Seele

Kommentar von Carsten van Bevern

Mit August Roosmann verabschiedet sich nach 40 Jahren im Messinger Gemeinderat und 25 Jahren als Bürgermeister ein Sozialpolitiker und Kolpinger mit Leib und Seele. Foto: Privatarchiv RoosmannMit August Roosmann verabschiedet sich nach 40 Jahren im Messinger Gemeinderat und 25 Jahren als Bürgermeister ein Sozialpolitiker und Kolpinger mit Leib und Seele. Foto: Privatarchiv Roosmann

Messingen. Engagierte Kommunalpolitiker sind notwendig, um kleine Gemeinden auch künftig weiter zu entwickeln. Und Bürgermeister wie August Roosmann in Messingen oder Josef Stockel in Handrup, die jeweils 25 Jahre die Geschicke ihrer Heimatgemeinden mit geleitet haben. Ein Kommentar.

Was vor Ort geregelt werden kann, sollte auch dort bürgernah, bürgerfreundlich und zumeist kostengünstig entschieden werden. Die nächstgrößere Einheit, im Fall der Gemeinde Messingen die Samtgemeinde Freren, der Landkreis Emsland oder das Land Niedersachsen, sollten nur dann helfend, regulierend oder kontrollierend eingreifen, wenn die Kommune personell oder finanziell nicht in der Lage ist, eine Aufgabe zu stemmen.

Um dieses in föderalen Staaten wie der Bundesrepublik wichtige sogenannte Subsidiaritätsprinzip mit Leben füllen und aufrecht erhalten zu können, braucht es engagierte Bürger. Engagierte Vereinsmitglieder, Kirchenvorstandsmitglieder oder in politischen Gemeinden wie Messingen einsatzfreudige Ratsmitglieder. Und Bürgermeister. Bürgermeister wie August Roosmann, ein Sozialpolitiker mit Leib und Seele. Auch der ebenso lang engagierte Josef Stockel in Handrup gilt als unermüdliche Vertreter dieses Prinzips.

Roosmann hinterlässt in Messingen die oft zitierten „großen Schuhe“, das ist wahr. Aber die Erfahrung zeigt: In jeden dieser großen Schuhe wächst ein Nachfolger hinein. Jemand wie Ansgar Mey, der sicher ebenso konsequent alle Messinger und deren Interessen im Blick behalten wird – nur eben auf seine eigene Art und Weise.


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