12.09.2016, 00:09 Uhr

Überraschung in Andervenne Wintering für AfD im Frerener Rat


Freren. 22.53 Uhr am Wahlabend ist es soweit gewesen, aus der Ahnung vieler politisch Interessierter im südlichen Emsland ist Gewissheit geworden: Mit Wendelin Wintering wird auch die Alternative für Deutschland im kommenden Stadtrat Freren vertreten sein.

Drei Parteien werden damit künftig im Frerener Stadtrat vertreten sein. Zusätzlich wird der Einzelbewerber Alexander Borrowski dem neuen Stadtrat angehören, er erhielt aus dem Stand 225 Stimmen (3,51 Prozent) und liegt damit nur knapp hinter dem AfD-Bewerber Wendelin Wintering, der 240 Stimmen (+159 über die Liste und damit 6,22 Prozent der Stimmen) erhielt. Die SPD behauptete sich knapp und legte um 0,42 Prozentpunkte auf 16,72 Prozent zu. Diese Gewinne gingen sämtlich zulasten der CDU, die 10,15 Prozentpunkte auf nunmehr 73,55 Prozent verlor. Damit wird die CDU künftig 11 und die SPD 2 Ratsmitglieder stellen.

„Bei der Konkurrenz, die wir hatten, bin ich mit diesem Ergebnis ganz gut zufrieden“, erklärte der CDU- Stadtverbandsvorsitzende Freren-Andervenne, Johannes Lis, auf Nachfrage unserer Redaktion. Er sei zudem froh, dass die AfD nicht mehr Stimmen bekommen habe: „Die Wähler in Freren haben sich nicht blenden lassen. Ich bin zwar nicht froh, dass die AfD künftig im Rat vertreten ist. Wendelin Wintering habe ich bisher aber als einen Mann kennengelernt, der sich zum Wohle der Stadt einbringen will und hoffe auf eine konstruktive Arbeit im Rat.

Sehr zufrieden mit seinem Einzug in den Stadtrat zeigte sich Wendelin Wintering: „Das ist beim ersten Antreten der AfD schon ein gewaltiger Erfolg. Nur leider hat es für mich nicht zum Einzug in den Kreistag gereicht.“ Im Stadtrat wolle er auf jeden Fall aktiv mitarbeiten. „Ich möchte die dort gewonnenen Informationen auch immer an meine Wähler weitergeben. Die bisher in Freren „gut gelungene weitere Integration der Einwanderer“ werde sicherlich eines seiner Hauptthemen sein.

Heese nicht wiedergewählt

Eine Überraschung gab es in Andervenne: Mit Ingrid Heese hat dort die langjährig im Rat vertretene stellvertretende Bürgermeisterin den Wiedereinzug in den Gemeinderat verpasst. Acht CDU-Mitglieder (90,04 Prozent) und ein SPD-Vertreter (9,96 Prozent) bilden künftig den Rat. Den Gemeinderat Beesten bilden künftig 10 Vertreter der CDU (92,73 Prozent) sowie der Einzelbewerber Horst Schlei (7,27 Prozent).

Im Messinger Rat bleibt es bei elf Mitgliedern der CDU (100 Prozent). Interessant wird dort sein, wer Nachfolger des nicht wieder zur Wahl angetretenen langjährigen Bürgermeisters August Roosmann wird. Von den beiden Personen, denen Ambitionen nachgesagt werden und bisher als stellvertretende Bürgermeister amtieren, erhielt Ansgar Mey 384 Stimmen und Aloysius Schmit 302 Stimmen.

In Thuine votierten 75,63 Prozent der Wähler für die CDU (-1,41 Prozent), die damit acht Ratsmitglieder stellen, und 24,37 Prozent (+1,41 Prozent) für die SPD mit künftig drei Vertretern.

Zufrieden zeigte sich der Frerener CDU-Stadtverbandsvorsitzende Lis auch mit dem Abschneiden der Kandidaten für den Kreistag: „Trotz eines zweiten Frerener Kandidaten hat unser Bürgermeister Klaus Prekel knapp 3700 Stimmen erhalten, Tobias Schnier wird mit seinen knapp 3300 Stimmen auch dem nächsten emsländischen Kreistag angehören und auch Georg Nosthoff aus Thuine hat über die Liste noch die Chance, dem künftigen Kreistag anzugehören.“


















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