15.10.2014, 16:03 Uhr

Große Zuschauerresonanz Reitturnier in Andervenne an drei Tagen

Birgit Holz gewann in Andervenne zwei Dressuren der Klasse M* und sicherte sich mit First Lady HE in einer M**-Prüfung Rang zwei. Damit war sie erfolgreichste Dressurreiterin des Turniers in Andervenne.Foto: Helmut DiersBirgit Holz gewann in Andervenne zwei Dressuren der Klasse M* und sicherte sich mit First Lady HE in einer M**-Prüfung Rang zwei. Damit war sie erfolgreichste Dressurreiterin des Turniers in Andervenne.Foto: Helmut Diers

Andervenne. Der Reitsportclub (RSC) Andervenne hat sich bei seinem dreitägigen Hallenreit- und Springturnier über mangelnde Starterfüllung nicht beklagen können. Zu wünschen übrig ließ die Starterfüllung bei den Dressurreitern. Allerdings scheint das Verhalten der Dressurreiter – andere Veranstalter erleben genau das Gleiche wie der RSC Andervenne – zur Gewohnheit zu werden.

„So lässt sich auf Dauer bei Turnieren kein vernünftiger Zeitplan für die Dressurprüfungen erstellen“, hieß es in der Meldestelle des Vereins. Dennoch zog Turnierleiterin Sibylle Ull nach drei Tagen ein positives Fazit. „In 15 Jahren hatten wir noch nie so ein tolles Wetter wie in diesem Jahr. Mindestens ein Regentag war uns bei den 14 Turniervorgängern garantiert, von Kälte ganz zu schweigen.“

Zufrieden war Ull auch mit der Zuschauerresonanz. An den ersten beiden Tagen war sie noch verhalten. Am letzten Turniertag waren Steh- und Sitzplätze fast ständig belagert. „Die Reiter haben die jetzige Turnierform gut angenommen“, brauchte sich Sibylle Ull mit Blick auf Nennungen und Starterzahlen bei den Springern nicht zu beklagen. Wen wundert es? Der Verein bot mit zwei blitzsauberen Reithallen optimale Bedingungen für Pferde und Reiter, zumal er dazu noch mit neuen Hindernissen und neu präparierten Hallenböden aufwartete.

Für den Großen Preis von Andervenne, einem M* mit Stechen, lagen 71 Nennungen vor, zwölf mehr als im letzten Jahr. 55 Reiter nahmen in zwei Abteilungen den Wettkampf auf, 16 erreichten nach einem fehlerfreien Umlauf das Stechen. Hier wäre beinahe wie schon in den letzten beiden Jahren Johannes Sabel auf der 13-jährigen Stute Walhalla vom Reit- und Fahrverein (RFV) Bawinkel der ganz große Wurf gelungen. Er fand allerdings in Patrick Liebing auf dem zwölfjährigen Wallach Kaschinsky vom RFV Lastrup seinen Gegner. Das Stechen der zweiten Abteilung beendeten beide Reiter strafpunktfrei. Dank einer schnelleren Zeit von 0,2 Sekunden gehörte dem Lastruper der Sieg, Sabel musste mit Silber zufrieden sein. Rang drei belegte Wilhelm Winkeler auf Venezia mit vier Strafpunkten vom RFV Löningen-Böen-Bunnen.

Ein Punkt Vorsprung

Die erste Abteilung des Großen Preises sicherte sich in den letzten Wochen erfolgreiche Charlotte Bockmeyer auf Calinka vom RFV Lingen. Sie war im Stechen knapp eine Sekunde schneller im Ziel als Timo Ahaus auf Captain Jack Sparrow vom RFV Neuenkirchen/Bramsche. Die Bronzeschleife fiel nach fehlerfreiem Stechen an Ann-Estelle Janßen auf „Sam’s sunshine“ vom RFV Lathen.

Die schwerste Dressurprüfung, eine Prüfung der Klasse M**, gewann mit einem einzigen Punkt Vorsprung Christiane Ulmker vom westfälischen ZRFV St. Hubertus Neuenkirchen im Sattel von Eastwood. Mit 645 Punkten schrammte Birgitt Holz (RFV Haselünne) auf First Lady HE nur um einen Punkt am Sieg vorbei. Sie hätte sonst ihre beiden Siege in Dressuren der Klasse M* mit dem dritten in der Klasse M** getoppt. Mit diesen Ergebnissen war Holz die erfolgreichste Reiterin im Frack auf der Reitanlage in Andervenne. Die Bronzemedaille in der Dressur Klasse M** holte sich Bärbel Pelz auf Fürst Farbenfroh vom ZRFV Salzbergen ab.


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