21.11.2016, 11:11 Uhr

Närrisches Ahlde Die Narren sind wieder in Emsbüren los


Emsbüren. Mit einem kräftigen „Kespel Helau“ sind die Emsbürener Narren in die „Fünfte Jahreszeit“ gestartet. Unter der Devise „Alle unter einem Hut“ haben die Karnevalsgesellschaft Kespel Emsbüren (KKE), die kfd Emsbüren, der Kolping-Karneval Listrup (KKL) sowie der ECC hell-blau gemeinsam die Sessionseröffnung 2016/2017 gestaltet.

Angeführt von den drei Emsbürener Tanzgarden Kükengarde, Juniorengarde und Kespelfunken zog der „gemischte“ Elferrat mit Vertretern aus den vier Organisationen auf die Karnevalsbühne. Die Tanzgarden sind als Eigengewächse seit vielen Jahren fester Bestandteil bei den Veranstaltungen in Emsbüren und bei befreundeten Karnevalsgesellschaften. Erstmals stand Frieda Berning als Solo-Mariechen auf der Bühne und zog das närrische Publikum in ihren Bann.

Tolle Tollitäten

Das offizielle Programm startete mit „einem sehr traurigen Teil“, so Sitzungspräsident Tönns Roling. Es galt, die Tollitäten Herzog Reinhold Bünker und seinen Kumpan Holger Korte aus Listrup zu verabschieden. „Ihr ward tolle Tollitäten, ihr habt treu gedient und gut regiert“, würdigte Roling das Engagement für den Emsbürener Karneval. In den Dank bezog er ausdrücklich die Ehefrauen und die Familien mit ein.

Karnevalistitsches Potenzial in Ahlde

Unter den Klängen des Panikorchesters zogen die neuen Repräsentanten Herzog Heinz Ortmann und sein Kumpan Martin Lehnert in den Saal des Landgasthofes Evering ein. Es sei bereits das vierte Tollitätenpaar aus dem Ortsteil Ahlde, wies Tönns Roling auf das karnevalistische Potenzial in dem Ortsteil hin. In der Proklamationsrede gingen Herzog und Kumpan auf das kulturelle und vor allen Dingen auf das wirtschaftliche Leben in ihrer Heimatgemeinde Ahlde hin, dort wo sich die Autobahnen 30 und 31 treffen.

Zu drei Vierteln unter Glas

Voll des Lobes für Ahlde waren auch Antonius Hinterding und Hermann-Josef Thyen vom Kolping-Karneval Listrup: „Wenn man von Ahlde kommend in Emsbüren reinfährt, hat man das Beste von Emsbüren schon hinter sich – nämlich Ahlde.“ Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal laute: „Ahlde hat keine eigene Kneipe, aber McDonalds“. Weiter hieß es: „Ahlde erkennt man gut aus dem Weltall, denn Ahlde liegt zu drei Vierteln unter Glas“; ein augenzwinkernder Verweis auf Emsflower. Der Sitzungspräsident fügte schmunzelnd hinzu: „Wenn zwei Listruper so von Ahlde schwärmen, muss in Listrup ja wirklich nichts los sein.“

Lösungen für allerlei Zipperlein

„Hier werden Sie geholfen!“ lautete die Devise in einem Sketch der Kfd. In der Andreas-Apotheke, an der Papenstraße direkt neben der Kirche angesiedelt, gab es für allerlei Zipperlein eine Lösung. „Wir helfen im Namen des Herrn und arbeiten ausschließlich mit dem Spiritus Sanctus“, so die Apothekerin. „Bei Halsschmerzen hilft hervorragend der Blasisussegen.“ Bei Magenschmerzen und schlechtem Gewissen empfehle sich die Beichte: „Nach der Absolution sind alle Schmerzen und das schlechte Gewissen weg.“

Zweitägige Traumreise per Bus nach Italien

In einer Büttenrede berichtete Anita Lefelink als „Änne“ über ihre zweitägige Bustour mit Meyering-Traumreisen nach Italien – einen Tag hin und einen Tag wieder zurück. Als Karnevalsclown spießte Martin Schwegmann von ECC Hell-Blau das närrische Treiben und die Gewohnheiten in Reimform auf. „Das Blöde ist, dass man sich verpisst, bis dann wieder Aschermittwoch ist.“

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