03.11.2008, 23:00 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Hauptschule Emsbüren erhielt sechsmal die Bestnote „stark“

Der Neubau der Ganztagsschule bietet die räumlichen Voraussetzungen dafür, dass die Schüler der Hauptschule Emsbüren aus einem Angebot von 51 Kursen wählen können.Der Neubau der Ganztagsschule bietet die räumlichen Voraussetzungen dafür, dass die Schüler der Hauptschule Emsbüren aus einem Angebot von 51 Kursen wählen können.

Für die Hauptschule Emsbüren gibt es Grund zur Freude: Bei der Schulinspektion erreichte sie ein erstklassiges Ergebnis. Dies teilte die Schule gestern mit.

Drei Tage lang überprüfte ein Team der niedersächsischen Landesschulbehörde das Schulgebäude, untersuchte alle wichtigen Schuldokumente (Lehrpläne, Abschlüsse, Schulprogramm, Arbeitskonzepte) und machte Unterrichtsbesuche bei allen Lehrerinnen und Lehrern.

Außerdem standen ausführliche Gespräche mit den gewählten Eltern- und Schülervertretern, den Lehrern und Mitarbeitern und mit der Schulleitung auf dem Programm. Untersucht wurden insgesamt 98 Einzelkriterien, die dann zu 15 Qualitätsbereichen zusammengefasst wurden.

Seit zwei Jahren werden alle öffentlichen Schulen in Niedersachsen auf diese Weise überprüft. Rund die Hälfte der niedersächsischen Schulen wurde bis jetzt untersucht, die anderen sind bis zum Jahre 2010 an der Reihe. Von den Emsbürener Schulen wurde die Hauptschule als erste inspiziert.

Das Inspektionsteam verg ibt Bewertungspunkte. Die Bestnote „vier“ bedeutet „stark“, eine „Drei“ steht für „eher stark als schwach“, eine „Zwei“ bedeutet „eher schwach als stark“, die „Eins“ steht für „schwach“. Schulen, die in mindestens acht der 15 Qualitätsbereiche unter der Note 3 liegen oder in mehr als 25 Prozent der Unterrichtsstunden schwach abschneiden, sind durchgefallen und bekommen eine Nachinspektion.

Davon war die Hauptschule Emsbüren weit entfernt. In sechs Qualitätsbereichen wurde sie mit der Bestnote „stark“ beurteilt: Pädagogisches Klima, die Leistungsanforderungen und Leistungskontrollen, die Schülerberatung und -betreuung, das Schulklima und Schulleben, Führungsverantwortung der Schulleitung und Qualitätssicherung und -entwicklung.

Die zweitbeste Bewertung „eher stark als schwach“ gab es für schuleigene Lehrpläne, Zielorientierung des Unterrichts, Unterrichtsmethoden, Unterstützung eines aktiven Lernprozesses, Eltern- und Schülerbeteiligung, Kooperation mit anderen Schulen und externen Partnern, Verwaltungs- und Ressourcenmanagement sowie Personalentwicklung.

Die Bewertung „eher schwach als stark“ gab es nur im Bereich „Unterstützung der Schülerinnen und Schüler im Lernprozess“. Hier wird zwar als sehr positiv bewertet, dass die Hauptschule insgesamt 18 kleine Förderkurse in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik anbietet. Das Inspektionsteam vermisste aber individuelle Förderpläne und Förderkurse für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler.

Die Ergebnisse der Schulinspektion werden von der Landesschulbehörde nicht veröffentlicht, eine offizielle Rangliste der Schulen gibt es nicht.

Claus Alfes, Leiter der Emsbürener Hauptschule, kommentierte das Ergebnis so: „Mit 50 von 60 möglichen Punkten und Bestnoten in sechs Qualitätsbereichen sind wir im Altkreis Lingen weit vorn. Das wird für uns Ansporn sein, weiter konsequent zu arbeiten und die Vorzüge unserer Schule – gutes Schulklima, sehr kleine Klassen, außerordentlich gute Abschlüsse, mehr als 50 Kurse im Ganztagsangebot – weiter auszubauen.“


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