19.04.2017, 17:00 Uhr

Spielmacher verlängert um ein Jahr HSG Nordhorn-Lingen: Terwolbeck gibt sein Ja-Wort

Seit 1996 bei der HSG Nordhorn-Lingen: Alexander Terwolbeck (in Rot). Foto: ScholzSeit 1996 bei der HSG Nordhorn-Lingen: Alexander Terwolbeck (in Rot). Foto: Scholz

Lingen. Alexander Terwolbeck wird auch in der nächsten Saison das Spiel beim Handball-Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen lenken. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, hat der 25-Jährige seinen auslaufenden Vertrag um ein Jahr verlängert.

„Ich freue mich auf ein weiteres Jahr bei der HSG“, sagt Terwolbeck. Die letzten Wochen mit der Finanzlücke seien nicht einfach für die Spieler gewesen, ergänzt er. „Aber wir haben Geduld bewahrt, weil wir gerne für die HSG spielen.“ Hinzu komme die derzeitige Verletztensituation, in der man von Spieltag zu Spieltag und auch im Training improvisieren müsse. „Ich glaube aber auch, dass wir durch diese Situation neue Stärken in unserer Mannschaft gefunden haben. Mein persönliches Highlight in dieser Saison war, dass ich meinen Heimatverein als Kapitän aufs Feld führen durfte. Es war immer ein Traum von mir, und es hat mich mit großem Stolz erfüllt, als Erster ins Euregium und in die Emslandarena einzulaufen.“ Als Nicky Verjans und Frank Schumann verletzt ausfielen wie beispielsweise in Lübbecke und gegen Hüttenberg und Konstanz war Terwolbeck Kapitän des Teams.

„Echter Führungsspieler“

HSG-Coach Heiner Bültmann freut sich auf die weitere Zusammenarbeit: „Ich arbeite jetzt seit fast zehn Jahren mit Alex zusammen, und er hat eine fantastische Entwicklung genommen.“ In der Spiellenkung habe Terwolbeck inzwischen ein sehr hohes Niveau erreicht und zeichne sich gerade diese Saison auch durch immer mehr Torgefährlichkeit aus. „Er ist auf und neben dem Feld ein echter Führungsspieler, der immer vorneweg geht. Gerade in den letzten Monaten, die durch die wirtschaftlichen Probleme und viele verletzte Spieler nicht einfach waren, hat er einmal mehr bewiesen, wie wichtig er für das Team ist.“

351 Tore

In der Saison 2008/09 stand Terwolbeck erstmals für die Männermannschaft der HSG auf dem Feld. Bislang trug er 284-mal das HSG-Trikot, wobei er 351 Tore warf. In dieser Saison kommt er vor dem Doppelspieltag (Freitag in Essen und Sonntag gegen Rostock) auf 30 Punktspiele, in denen er 83 Tore erzielte und 57 Assists gab. Auch im DHB-Pokal lief er auf. „Er hat in dieser Saison wieder gezeigt, wie wertvoll er ist“, lobt ihn sein Coach. Terwolbeck, der nach dem Rücktritt von Nils Meyer noch mehr Spielzeit bekommen hat, sei zum absoluten Führungsspieler gereift.

Lehramtsstudium in Münster

Der 1,83 Meter große und 80 Kilogramm schwere Terwolbeck zieht in der Rückraummitte die Fäden. In Münster studiert er Deutsch und Sport für das gymnasiale Lehramt. Aktuell schreibt er seine Bachelorarbeit. Im Anschluss wird ein Masterstudium aufnehmen. Eine Zeit lang bildete Terwolbeck sogar eine Wohngemeinschaft mit HSG-Kreisläufer Luca de Boer, der ebenfalls in Münster studiert. Um auf eventuelle berufliche Veränderungen reagieren zu können, hat Terwolbeck nach den Worten seines Trainers in den letzten Jahren seine Verträge immer nur um ein Jahr verlängert.

Seit 1996 bei der HSG

Seit seinem fünften Lebensjahr spielt Terwolbeck Handball bei der HSG Nordhorn-Lingen. Gemeinsam mit Matthias Poll ist Terwolbeck der dienstälteste HSG-Akteur. Beide sind seit 1996 im Verein, durchliefen alle Jugendmannschaften.

Madsen geht

Die HSG verlassen wird Asbjörn Madsen. Noch über das Saisonende hinaus an das Zwei-Städte-Team gebunden sind Björn Buhrmester, Lasse Seidel, Pavel Mickal, Jens Wiese, Nicky Verjans und Luca de Boer. „Natürlich sind wir jetzt auch in permanenten Gesprächen mit den Spieler“, deuten sich weitere Vertragsverlängerungen an.


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