06.03.2016, 20:47 Uhr

Erste Rückrunden-Niederlage 20:26 – Nordhorn-Lingen ratlos gegen Rostock


Lingen. Im siebten Spiel der Rückrunde hat es die HSG Nordhorn-Lingen erwischt: Der Handball-Zweitligist verlor vor 3084 Zuschauern in der Emslandarena mit 20:26 (8:13) gegen Empor Rostock.

Die Enttäuschung nach einer ausgesprochen schwachen Vorstellung und dem abrupten Ende der Serie von 11:1 Punkten in der Rückserie war riesengroß. Die meisten Akteure der HSG schlichen schon kurz nach dem Spielende in die Kabine. Derweil feierten die Mecklenburger ausgelassen den ersten Erfolg nach rund 19 Jahren als Gast der Niedersachsen.

„In den letzten Wochen hat es die Mannschaft richtig gut gemacht. Heute hat sie es nicht hinbekommen“, erklärte HSG-Trainer Heiner Bültmann und sprach von einem „völlig verdienten Sieg der Rostocker“. Und der hätte, das bekannte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone, durchaus höher ausfallen können. Rostock präsentierte sich bissig und aggressiv, war präsent, aber doch keine Übermannschaft. Aber der Gastgeber fand vor allem, im Angriff keine Gegenmittel, ließ sich zunehmend verunsichern und packte dann selbst in der Abwehr nicht mehr energisch genug zu. Nils Meyer erkannte viele technische Fehler. „Wir haben einfache Bälle aus der Hand gegeben. Das hat Rostock bestraft.“

Das Zwei-Städte-Team, das schon das Hinspiel 23:27 verloren hatte, bekam von Beginn an keine Ruhe in sein Spiel, vor allem im Angriff agierte es zu ungeduldig. Doch nach einer Viertelstunde schien der Gastgeber beim 6:4 auf Kurs. Alex Terwolbeck hatte für den ersten Zwei-Tore-Vorsprung gesorgt.

Beim 6:5 brachte Bültmann mit Jens Wiese und Pavel Mickal zwei wieder genesene Akteure. Doch Nordhorn-Lingen wurde nicht sicherer. Unerklärliche und leichtsinnige Abspielfehler machten den Niedersachsen das Leben schwer. Zudem fehlte das Durchsetzungsvermögen am Rostocker Kreis. Der Gastgeber kam mit der variablen und offensiven Spielweise der Mecklenburger Abwehr einfach nicht zurecht, warf neun Minuten kein Tor. Das Team von Trainer Aaron Ziercke baute den Vorsprung bis zur Pause auf fünf Tore aus. Bis dahin hatte die HSG einfach keine Gegenmittel gefunden.

Und sie fand auch danach keins. Im zweiten Durchgang konnte Nordhorn-Lingen – angetrieben von den Fans – den Rückstand nicht verkürzen. „Rostock ist ganz viel gelungen, uns wenig“, stellte der Bültmann „sehr enttäuscht“ fest. „Das ist schwer zu erklären“, meine Meyer. Er wusste jedoch, dass die HSG am Sonntagabend „zu wenig Zweikämpfe gewonnen hat“.


HSG Nordhorn-Lingen - Empor Rostock 20:26 (8:13)

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester (9 Paraden), Bartels; Heiny (3), Schumann (1), Mickal, Miedema (3), Meyer, Rooba (6/4), Terwolbeck (2), de Boer (4), Wiese, Madsen (1).

HC Empor Rostock: Kominek (7 Paraden), P. Porath (0 Paraden bei einem Siebenmeter); Becvar (4), Meuser, Hövels, Heil, Gruszka (7/3), Flödl (3), Papadopoulos (3), Lux (1), Zemlin (3), Pechstein (5), J. Porath.

Siebenmeter: 4/4 (Rooba trifft jeweils) – 3:3 (Gruszka verwandelt jeweils).

Zeitstrafen: 6 Min. (Schumann 11.; Meyer 28.; Mickal 52.) / 10 Min. (Becvar 6., 24.; Lux 46., Heil 54., 57.)

Zuschauer: 3084 in der Lingener Emslandarena.

Schiedsrichter: Patrick Arndt / Christian Kobolke (beide Biederitz).

Beste Spieler: Rooba, de Boer / Gruszka, Pechstein, Becvar, Zemlin.

Spielfilm: 1:0 (3.),1:2 (5.), 3:2 (7.), 3:4 (10.), 6:4 (15.), 6:6 (18.), 7:8 (24), 7:10 (26.), 8:13 (Hz.), 11:15 (36.), 11:18 (42.), 14:21 (48.), 16:22 (54.), 18:24 (58.), 20:26 (E).

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