20.04.2017, 08:42 Uhr

„Opfer“ unversehrt und überrascht Walchum: Vermeintliche Entführung löst Großeinsatz aus

Zu einem Großeinsatz der Polizei kam es am Mittwochabend in Walchum. Es wurde angenommen, dass ein Mann entführt worden war. Symbolfoto: David EbenerZu einem Großeinsatz der Polizei kam es am Mittwochabend in Walchum. Es wurde angenommen, dass ein Mann entführt worden war. Symbolfoto: David Ebener

pm/hdw/mpl Walchum. Zu einem Großeinsatz der Polizei kam es am Mittwochabend in Walchum. Es wurde angenommen, dass ein Mann entführt worden war.

Der Notruf bei einer Polizeidienststelle in den Niederlanden hat am Mittwochnachmittag, 19. April, einen Großeinsatz der emsländischen Polizei in Walchum und im Umland der Gemeinde ausgelöst. Wie die Polizei mitteilt, wurde angenommen, dass es in den Niederlanden zu einer Entführung eines 25-jährigen Mannes nach Walchum gekommen sei. So wurden bei der Polizei alle notwendigen Einsatzkräfte alarmiert. Circa 100 Beamte waren – auch im Hintergrund – mit dem Fall beschäftigt wie ein Sprecher der Polizei auf Anfrage mitteilte. Auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz.

Vermeintliches Opfer überrascht

Nachdem der namentlich bekannte Anrufer gegen 17.30 Uhr bei der Polizei die Entführung aufgrund von vorherigen Streitigkeiten behauptete, bestand zunächst kein Zweifel am Ernstfall. Im Bereich der behaupteten Adresse in Walchum erfolgte im Verlauf des Einsatzes ein Zugriff der Polizei. Das vermeintliche Opfer wurde dort auch angetroffen, jedoch völlig unversehrt und vom Einsatz überrascht.

Hintergründe werden geklärt

Der 25-Jährige befand sich eigenen Angaben zufolge freiwillig dort. Der Notruf betraf damit „ganz sicher keinen Echtfall“, wie Polizeisprecher Dennis Dickebohm angab. Weder in den Niederlanden noch in Deutschland wurden beteiligte oder unbeteiligte Personen zu Handlungen genötigt oder gar gezwungen, hieß es in einer Pressemitteilung der Polizei. Der Fall ist „aus polizeilicher Sicht erledigt“, so Dickebohm weiter.

Darüber, ob es sich um einen bewussten Falschlalarm oder um ein Missverständnis gehandelt hat, machte Dickebohm keine Angaben. Die Hintergründe und eine eventuelle Kostenübernahme für den Einsatz durch den Anrufer müssten noch eruiert werden. Gegen 20 Uhr wurden alle Einsatzkräfte aus dem Einsatz entlassen.


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