17.07.2016, 09:13 Uhr

Musiker im größten Orchester Weltrekordhalter aus Heede

Stolzer Weltrekordhalter: Peter Janßen aus Heede mit seinem Tenorsaxofon war Teil des größten Orchesters der Welt. Foto: Jonas BrinkerStolzer Weltrekordhalter: Peter Janßen aus Heede mit seinem Tenorsaxofon war Teil des größten Orchesters der Welt. Foto: Jonas Brinker

jbri. Heede. Peter Janßen aus Heede ist Mitglied im größten Orchester der Welt gewesen - und damit Teil der Auszeichnung, die nun im Guinnessbuch der Rekorde steht. 7548 Musiker aus ganz Deutschland kamen am Samstag vor einer Woche nach Frankfurt, um den Rekord aufzustellen.

„Es war ein unvergessliches Erlebnis“, schwärmt Janßen im Gespräch mit unserer Redaktion. „Ich hatte Gänsehaut beim Spielen.“ Der Musiker aus Heede war extra für den Rekordversuch nach Frankfurt am Main gereist. Mit im Gepäck hatte er natürlich sein Instrument. Seit gut fünf Jahren spielt er schon Tenor-Saxofon. „Ich übe vier bis fünf mal die Woche, meist zwei bis drei Stunden“, berichtet Janßen.

Aufmerksam auf den Rekordversuch ist der Heeder auf einer Musikmesse geworden, die im April ebenfalls in Frankfurt stattfand. Sofort hätte er sich dafür begeistert und zudem auch noch zwei VIP-Tickets für die Veranstaltung gewonnen. So konnte er das Rahmenprogramm des Tages noch besser genießen, berichtet Janßen. Dort gaben unter anderem Johannes Oerding, Angelo Kelly und die Neue Philharmonie Frankfurt Konzerte.

Gespielt wurde von den mehr als 7500 Musikern unter anderem „Starlight Express“ aus dem gleichnamigen Musical, Auszüge des 4. Satzes aus Beethovens 9. Sinfonie, besser bekannt als „Freude schöner Götterfunken“ und John Miles‘ Liebeslied an die Musik „Music was my first love“. Als Zugabe gaben die Musiker noch Queens „We will rock you“ zum Besten.

„Ich konnte mir am Anfang nicht vorstellen, dass es so zusammenklingt“, erinnert sich Janßen. Am Vormittag war aus diesem Grund eine Generalprobe angesetzt. Dirigent des größten Orchesters war der renommierte Orchesterleiter Wolf Kerschek, dessen Dirigat über riesige Leinwände an die Musiker weitergegeben wurde. Dabei entstand eine kurze Karenzzeit, zwischen Dirigenten und der Übertragung seiner Anweisungen. „Darauf musste man sich erst einmal einstellen, um dann richtig einzusetzen“, erläutert Janßen die Schwierigkeiten. Nichtsdestotrotz wurde am Nachmittag der alte Weltrekord des größten Orchesters geknackt. Diesen hatte bisher ein Orchester aus dem australischen Brisbane inne. Das Orchester in Frankfurt hatte nun genau 324 Musiker mehr für das Orchester gewinnen können. „Das war Balsam für die Ohren. Ich werde wohl noch ein paar Tage brauchen, um das alles zu verarbeiten“, so Janßen rückblickend. Auf die Frage, ob er bei einem neuen Rekordversuch dabei sein möchte, gibt er ein klares Bekenntnis: „Ich würde es jederzeit wieder machen!“


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