29.11.2015, 09:27 Uhr

Bauarbeiten bis April 2016 Kommunales Ärztehaus in Heede verdoppelt Fläche

Stellen mit der Erweiterung des Ärztehauses die Weichen für eine künftige medizinische Versorgung in Heede: Dr. Hans-Peter Leemhuis, Bürgermeister Antonius Pohlmann, Architekt Sven Bünting und der stellvertretende Bürgermeister Otto Flint (von links). Foto: Jürgen EdenStellen mit der Erweiterung des Ärztehauses die Weichen für eine künftige medizinische Versorgung in Heede: Dr. Hans-Peter Leemhuis, Bürgermeister Antonius Pohlmann, Architekt Sven Bünting und der stellvertretende Bürgermeister Otto Flint (von links). Foto: Jürgen Eden

jed Heede. Noch gehen im Heeder Ärztehaus an der Vinkestraße die Patienten ein und aus um ihren Allgemeinmediziner oder Internisten zu konsultieren. Doch schon bald ziehen die beiden Ärzte und ihre Mitarbeiter in ein kleines Containerdorf am Wendehammer. Denn umfangreiche Baumaßnahmen bestimmen die nächsten vier Monate das Bild. Geplant ist, die Grundfläche der Praxis für rund 650000 Euro auf 300 Quadratmeter zu verdoppeln.

Dazu wird das 1991 errichtete kommunale Haus mit seinem Praxisteil im wahrsten Sinne des Wortes mit der Entkernung einmal auf Links gezogen. Südöstlich des vorhandenen Baukörpers wird auf der freien Fläche die Erweiterung von rund 150 Quadratmetern vorgenommen.

Hoffnung auf entspanntere Praxisabläufe

„Wir erhoffen uns nach Fertigstellung strukturierte und auch entspanntere Praxisabläufe“, sagt der Allgemeinmediziner Dr. Hans-Peter Leemhuis. Als er im Jahr 2004 die Praxis bezog, war er der einzige praktizierende Arzt im Haus. Doch seitdem sein Berufskollege, der Internist Hartmut Fokken, ebenfalls dort tätig ist, müssen die Behandlungen aufgrund der knappen räumlichen Ressourcen minutiös geplant werden. Auch das Wartezimmer wurde manch einem Patienten schon zu eng, so dass er auch schon mal aufstand, um sich vor der Tür die Beine zu vertreten.

Vier Sprechzimmer

Wie der Architekt Sven Bünting vom Büro „3ing Freimuth – Steinhoff“ aus Heede ausführte, erhält das Haus künftig vier Sprechzimmer, zwei Behandlungsräume, einen EKG-Raum und ein Labor. Außerdem wird das Wartezimmer mit dem Eingangsbereich sowie dem Empfang deutlich vergrößert. Für die Mitarbeiter sind zudem Sozialräume vorgesehen.

Ab 14. Dezember im Containerdorf

Bevor es allerdings deutlich komfortabler sein dürfte, wird noch einmal allen Beteiligten Rücksichtnahme und Verständnis abverlangt. Denn nach Praxisschluss am Montag, 14. Dezember 2015, zieht das Team in sechs Container um, die in den kommenden Tagen aufgestellt werden. Ab Freitag, 18. Dezember 2015, wird von dort aus praktiziert, bis voraussichtlich Mitte April der Umzug in die neuen Räume erfolgen kann.

Meilenstein für die ärztliche Versorgung

„Ich bin froh, dass wir hier heute stehen und nach einer längeren Zeit der Vorbereitung mit dem Projekt starten können“, sagte Bürgermeister Antonius Pohlmann als er gemeinsam mit seinem Stellvertreter Otto Flint, dem Architekten Sven Bünting und dem Ehepaar Dr. Hans-Peter und Eva Leemhuis die Erweiterungspläne vorstellte. Die Investitionssumme wird komplett von der Gemeinde getragen. Pohlmann zeigte sich überzeugt, dass mit der Baumaßnahme vor dem Hintergrund des demografische Wandels wichtige Meilensteine für die ärztliche Versorgung gesetzt werden. Leemhuis machte deutlich, dass nach der Baumaßnahme eine weitere Arbeit bis zum Ruhestand in rund 20 Jahren durchaus möglich sei.


0 Kommentare