10.11.2011, 17:33 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Auf Schmitz folgt Schmitz Überwältigende Ratsmehrheit für neuen Bürgermeister in Neubörger

Die Verdienste der ausgeschiedenen Ratsmitglieder würdigten Erster SG-Rat Andreas Hövelmann, der neue Bürgermeister Heinz-Joachim Schmitz, SG-Bürgermeister Hermann Wocken (stehend, von links) sowie Schmitz‘ Stellvertreter Ludger Hömmen-Albers (stehend, rechts) und Ulrich Müller (sitzend, rechts). Sie ehrten Corinna Winkler, Günter Schmitz und Ludwig Langen (stehend, von links) sowie (sitzend, von links) Wilhelm Schmitz, Rudolf Riedemann, Heinz Jaspers und Antonius Ümken. Foto: Gerd SchadeDie Verdienste der ausgeschiedenen Ratsmitglieder würdigten Erster SG-Rat Andreas Hövelmann, der neue Bürgermeister Heinz-Joachim Schmitz, SG-Bürgermeister Hermann Wocken (stehend, von links) sowie Schmitz‘ Stellvertreter Ludger Hömmen-Albers (stehend, rechts) und Ulrich Müller (sitzend, rechts). Sie ehrten Corinna Winkler, Günter Schmitz und Ludwig Langen (stehend, von links) sowie (sitzend, von links) Wilhelm Schmitz, Rudolf Riedemann, Heinz Jaspers und Antonius Ümken. Foto: Gerd Schade

Neubörger. Die Gemeinde Neubörger hat einen neuen Bürgermeister. Vor rund 40 Zuschauern wählte der neue Gemeinderat in seiner konstituierenden Sitzung am Mittwochabend in der Gaststätte Neubörger Hof Heinz-Joachim Schmitz mit überwältigender Mehrheit zum Nachfolger von Wilhelm Schmitz (beide CDU). Der bisherige Amtsinhaber hatte nach zehn Jahren als Bürgermeister bei der Kommunalwahl im September nicht wieder kandidiert. Im Anschluss an die Sitzung wurden die ausgeschiedenen Ratsmitglieder geehrt.

Die Bürgermeisterwahl erfolgte auf Antrag von CDU-Ratsherr Berthold Kossen geheim. Zehn der elf Ratsmitglieder stimmten für den 50-jährigen Landwirt, eines gegen ihn. Schmitz, der sich seit 25 Jahren kommunalpolitisch engagiert, war der einzige Kandidat für den Posten. Zu stellvertretenden Bürgermeistern wählte der Rat Ludger Hömmen-Albers und Ulrich Müller von der Freien Wählergemeinschaft Neubörger (FWN). Auch sie kassierten jeweils eine Gegenstimme. Beide Male hatte Kossen offen gegen die beiden Stellvertreter votiert.

Der Rat setzt sich aus zwei Fraktionen zusammen. Mit sechs Sitzen hatte die CDU bei der Kommunalwahl knapp die Mehrheit errungen. Die FWN holte fünf Mandate. Die Chefs beider Fraktionen, Gerd Langen und Hömmen-Albers, versicherten, dass alle Ratsmitglieder „das Beste“ für Neubörger wollten.

Stück für Stück nach vorn

Neu-Bürgermeister Schmitz dankte dem Rat für das Vertrauen. „Ich werde versuchen, die Erwartungen zu erfüllen“, versprach er. Im Hinblick auf die anstehenden Herausforderungen hob Schmitz außer der im Zuge der Dorferneuerung für 2012 angestrebten Sanierung des langen L-62-Abschnitts zwischen Kirche und Kolping-straße unter anderem die Zukunftssicherung des Kindergartens und der Grundschule, den demografischen Wandel und die Stärkung des Ehrenamtes hervor. „Ohne die Arbeit der Vereine werden wir die Aufgaben nicht lösen können“, sagte Schmitz. Trotz des Gebots der Sparsamkeit müsse es gelingen, die Gemeinde Stück für Stück gemeinsam nach vorn zu bringen. „Ich bin froh über jeden, der bereit ist, dabei mit anzupacken“, sagte Schmitz.Sein Vorgänger zeigte sich davon überzeugt, dass der neue Bürgermeister die Geschicke Neubörgers sicher lenken werde. Wilhelm Schmitz bescheinigte der Gemeinde zudem eine lebendige Dorfgemeinschaft mit aktiven Bürgern und einem intakten Vereinsleben. „Das ist längst nicht überall so“, meinte er.

Bei der Verabschiedung der bisherigen Ratsmitglieder stach die Würdigung der Verdienste von Rudolf Riedemann besonders hervor. Riedemann schied nach 30-jähriger Tätigkeit aus dem Rat aus. Dafür zeichnete ihn der neue Dörpener Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU) im Namen des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes mit einer Urkunde sowie der Ehrennadel in Silber aus. Außer Riedemann wurden der bisherige erste stellvertretende Bürgermeister Heinz Jaspers nach 15 Jahren, Wilhelm Schmitz und Antonius Ümken nach jeweils zehn Jahren sowie die bisherige zweite stellvertretende Bürgermeisterin Corinna Winkler, Günter Schmitz und Ludwig Langen nach jeweils fünf Jahren verabschiedet. Wocken würdigte die Geehrten als „leuchtende Beispiele für das Verständnis von lebendiger Demokratie“.


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