23.07.2015, 10:24 Uhr

Protest des Albertine-Vereins Klinikum: Trauerkarten aus Dissen an Cornelia Rundt


Dissen. Schwarz umrandete Postkarten mit der Ansicht des leer stehenden Klinikums Osnabrücker Land Dissen wird Niedersachsens Sozialminsterin Cornelia Rundt (SPD) in den nächsten Wochen massenhaft in ihrer Post finden.

Mit einer neuen Aktion macht der Albertine-Förderverein (FöV) Dissen damit auf das Problem der mangelhaften medizinischen Versorgung im Südkreis aufmerksam. „Das Krankenhaus in Dissen ist geschlossen!“ sowie „Wir kämpfen für eine 24-stündige Akut- und Notfallversorgung“ steht auf der Vorderseite der „Trauerkarte“, während die Adressenseite zusätzlich mit vielfältigem, handgeschriebenen Protest der mit Absender angegebenen Bürger versehen ist.

Idee aus Hilter

Elfriede Wesseler, engagierte Mitstreiterin aus Hilter, hatte die Idee dazu eingebracht, die von Annette Austmeyer-Krieg und Stefanie Hörning vom FöV dankbar aufgenommen, mit dem Vorsitzenden Wilfried Meyer diskutiert und in die Tat umgesetzt wurde. 1000 dieser Trauerkarten ließen sie drucken, und diese wurden während der letzten Mahnwache den Erschienenen am Rathaus zum Beschriften vorgelegt, wozu Bänke und Tische aufgestellt worden waren.

Sorgen und Nöte

Davon sind inzwischen etwa 90 fertig, berichtete jetzt Austmeyer-Krieg. Die Sorgen und Nöte der Menschen wegen fehlender medizinischer Versorgung und akuter Probleme bei Notfällen, wegen weiter Wege, Wartezeiten in Kliniken insbesondere für ältere Menschen sowie insgesamt Verständnislosigkeit über die Schließung des gut ausgelasteten, optimal funktionierenden und absolut notwendigen Krankenhauses seien ausgedrückt worden.

Freitags ausfüllen

Während der kommenden Mahnwachen - jeweils Freitag, 16 Uhr, auf dem Rathausplatz - haben Mitstreiter weiterhin Gelegenheit, auf diese Weise ihren Unmut über die Haltung der Ministerin auszudrücken.


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