01.12.2016, 16:00 Uhr

Schnuppern im Berufsleben Bramscher Hauptschüler berichten über Praktika

Der neunte Jahrgang der Hauptschule berichtete am Mittwochabend von den Betriebspraktika. Foto: Holger SchulzeDer neunte Jahrgang der Hauptschule berichtete am Mittwochabend von den Betriebspraktika. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Am Mittwochabend ließ die Jahrgangsstufe neun der Hauptschule im Rahmen einer öffentlichen Praktikapräsentation die Eltern, Firmeninhaber, Schüler des achten Jahrgangs und weitere Interessierte an ihren Eindrücke von den Schnupperwochen im Berufsleben teilhaben.

In ihren Begrüßungsworten versprach Schulleiterin Sandra Castrup ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. „Manch einer von euch Schülern hat beim Praktikum seinen Wunschberuf gefunden und eventuell einen Ausbildungsplatz für den kommenden Sommer in Aussicht. Andere haben feststellt, dass sie vielleicht noch etwas länger die Schule besuchen möchten, um die erwarteten Voraussetzungen zu erfüllen“, wandte sich Castrup an die Neuntklässler. „Nutzt eure Kenntnisse, euer erworbenes Wissen und seid bei der persönlichen Einschätzung ehrlich zu euch. Denn nur was man gerne tut, macht man auch gut“.

Damit reichte sie das Mikrofon weiter an Chantal Kathrin Sepp, Dennis Sokoliß und Nicole Meier, die für die Moderation des Abends zuständig waren. Für dei Präsentation hatten die Klassen 9b und 9c zwei Filme hergestellt, in denen die Schülerinnen und Schüler am Ort das jeweiligen Praktikums ihre Erfahrungen kurz schilderten. Zu sehen waren unter anderem die Eindrücke aus der Altenpflege, von den Tätigkeiten in einer Apotheke oder im Einzelhandel und bei Duni. Ferner wurden die Aufgabenstellungen im Kfz-Handel, in Tierarztpraxen, in einer Kindertagesstätte sowie im Schwimmbad dargestellt.

Die Perspektive der Arbeitgeber

Kurze Livereferate stellten Praktikumserfahrungen in der Wurstproduktion und dem dortigen Vertrieb, in einer Autowerkstatt, beim Fahrzeuglackierer, im Berufsbild des Mechatronikers sowie im Sanitär- und Klimatechnikbereich vor. Sven Lauer, Niederlassungsleiter von Semco-Glas, steuerte die Perspektive der Betriebsinhaber bei. Hierbei legte er zunächst den Achtklässlern „einen regen Austausch unter den Schülern über den Verlauf der Praktika“ ans Herz. „Als Arbeitgeber will ich wissen, wer mir da schreibt“, sagte er. Unmotivierte Bewerbungen per Email, ohne Foto, ohne Zeugnis und ohne konkrete Wünsche würden ihn nicht begeistern. Beim Zeugnis achtet Sven Lauer noch vor den Noten darauf, ob es unentschuldigte Fehlstunden ausweist, wie die Bewertungen beim Sozialverhalten ausgefallen sind und ob es Nachweise von außerschulischen Aktivitäten enthält.

Im Praktikum sei dann ein selbstständiges Zugehen auf die Kollegen gefragt. „Es wird ehrlich, manchmal auch hart miteinander gesprochen. Doch dann ist es auch gut“, schilderte der Arbeitgeber einen weiteren Aspekt im Arbeitsleben. „Seid offensiv, zeigt Interesse und geht persönlich hin“, waren abschließende Empfehlungen für eine erfolgversprechende Bewerbung um einen Praktikumsplatz.

Den Schilderungen in der Aula folgte anschließend der Gang in das erste Stockwerk der Schule, wo die Neuntklässler bei den von ihnen zum Praktikum hergestellten Plakaten Rede und Antwort standen.


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