29.11.2016, 19:33 Uhr

Aktion der Kirchengemeinden Maria und Josef suchen Herbergen in Bramsche

Die Aktion mit initiiert haben Annerose Viethmeyer (links) und Nicole Schuckmann. Die Filzpuppen – Maria und Josef – zeigt Felix Schuckmann. Foto: Björn DieckmannDie Aktion mit initiiert haben Annerose Viethmeyer (links) und Nicole Schuckmann. Die Filzpuppen – Maria und Josef – zeigt Felix Schuckmann. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche. Die Bramscher Kirchengemeinden St. Martinus, St. Martin und St. Johannis Gartenstadt haben für eine gemeinsame Adventsaktion Maria und Josef mit einem Koffer auf Herbergssuche geschickt.

Wo sich Maria und Josef jetzt befinden? Annerose Viethmeyer und Nicole Schuckmann wissen es nicht – „das ist ja gerade das Spannende an der Sache: Wir haben keine Ahnung, wo sie überall sein werden und ob die Aktion überhaupt richtig laufen wird“, sagen die beiden Frauen, die sich in der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus engagieren. Was sie meinen: Maria und Josef sind zwei kleine Filzfiguren, die zusammen mit einem Koffer am vergangenen Wochenende auf Herbergssuche geschickt wurden: „Wir haben sie nach der Messe in Malgarten an einen Besucher überreicht, mit der Bitte, sie am nächsten Tag an eine Person nach Wahl weiterzugeben. So soll es sich dann fortsetzen bis Weihnachten: Jeden Tag eine neue Herberge für Maria und Josef“, erklärt Schuckmann.

Ins Gespräch kommen

Was mit der Aktion erreicht werden soll: „Wir möchten, dass die Menschen ins Gespräch kommen. Ob über Gott, ihren Glauben oder ganz andere Themen, spielt dabei keine Rolle“, führt Viethmeyer aus. Der mit auf die Reise gegebene Koffer enthält zwar ein Büchlein „mit Texten, Gedichten und Liedern zu Advent, Weihnachten und Jahreszeit. Aber die sind nicht explizit religiös“, betont Viethmeyer. Und auch Schuckmann meint, „dass wir im Organisationsteam uns einig waren in dem Wunsch, dass Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen in die Aktion einbezogen werden sollen. Ob sie nun katholisch, evangelisch oder muslimisch sind oder nicht-konfessionell“.

Tagebuch führen

Einzige Vorgabe der Organisatoren: Zu jedem Wochenende im Advent hin sollen die Figuren wieder samt Koffer bei der St. Martinuskirche abgegeben. Denn: „Den mitgegebenen Texten ist noch ein Tagebuch zugefügt, in dem due Erlebnisse der Begegnungen festgehalten werden können – darüber sollen alle Mitglieder der beteiligten Kirchengemeinden an der Aktion teilhaben können“, erläutert Nicole Schuckmann. Aus diesem Tagebuch werde von Wochenende zu Wochenende in den unterschiedlichen Kirchen in Messen und Gottesdiensten vorgetragen. „Wichtig ist aber, dass es immer samstags in der Zeit von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr bei St. Martinus abgegeben wird“, sagt Schuckmann. Wer dies nicht schaffe, könne die Utensilien nach Absprache mit Schuckmann unter Tel. 0157/54291090 auch abholen lassen.


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