28.11.2016, 16:20 Uhr

Altes Gerätehaus Favorit Kirchspiel Engter sucht Räume für Jugend und Sport


Engter. Jugend- und Seniorentreff, Sportangebote für kleine Gruppen: Im Kirchspiel Engter fehlt es an öffentlichen Räumen. In den Ortsräten werden einige Möglichkeiten diskutiert, wie die Raumnot zu beheben wäre. Eine zentrale Rolle in den Überlegungen spielt in Engter das alte Feuerwehrgebäude, während die Schleptruper eine alte Forderung variieren.

„Das wird jetzt ein Riesenthema“, ist Engters Ortsbürgermeister Markus Wahlers überzeugt. Die Initiative „Rat und Tat“ platze mit ihren Bürgertreff in der Schule „aus allen Nähten“. In der letzten Ortsratssitzung hat die Initiative auch noch Pläne für einen Jugendtreff vorgestellt. „In Engter gibt es nichts für Jugendliche. Wir von Rat und Tat wollen uns nicht nur um Senioren kümmern“, betont Roderich Nowak als einer der Sprecher der Initiative.

Der Jugendtreff im Bauwagen in Schleptrup sei aufgelöst worden, es gebe überhaupt keinen Ersatz, schildert Nowak die Situation. „Rat und Tat“ biete sich mit dem Freiwilligenforum und gegebenenfalls zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde an, die Betreuung zu übernehmen.

Als möglichen Standort schlägt Nowak einen Container an der Schule vor, wo es bereits einige Freizeitmöglichkeiten gebe. Markus Wahlers hält einen anderen Standort für deutlich geeigneter: das Feuerwehr-Gerätehaus an der Dr. Korshenrich-Straße werde Ende 2017 frei, wenn der Neubau bezogen werden könne. „Da haben wir dann ein städtisches Gebäude, bei dem wir alles an einem Ort konzentrieren können“, meint der Ortsbürgermeister, „das wäre die Möglichkeit“. Das könne auch für andere Vereine interessant sein, die früher oder später ebenfalls neue Räume suchen müssten.

TuS Engter in Raumnot

In einem solchen Zentrum wäre vielleicht auch Platz für einen neuen Übungsraum, den sich der TuS Engter wünscht. Der Sportverein hatte die Ortsräte angeschrieben, um auf ein immer dringlicher werdendes Problem hinzuweisen: Die Sporthallen in Schleptrup und Engter reichten nicht mehr aus, um alle Wünsche nach Übungszeiten zu erfüllen. „Engter ist Zuzugsgbiet Nummer eins“ in der Stadt, schreibt der Verein, die Neubürger würden auch ein attraktives Sportangebot erwarten. Aber die Sporthallen seien überlastet und veraltet.

Es fehle ein Übungsraum für kleinere Gruppen, etwa im Bereich Seniorensport. Die würden eigentlich gar nicht unbedingt eine Sporthalle benötigen, müssten dort aber zurzeit mangels Alternativen Zeiten belegen, die dann für andere Sparten fehlten.

Hallenanbau ?

Das könne doch ein interessantes Thema für die gemeinsame Sitzung der Ortsräte im Kirchspiel sein, fand Katrin von Dreele (CDU). Bei der Diskussion über die Prioritätenliste für das nächste Haushaltsjahr brachte Manfred Tapken (SPD) einen Dauerbrenner wieder ein: den Ausbau der Eingangshalle für die Turnhalle Schleptrup. Der Anbau sei überfällig, die jetzige Situation eigentlich nicht haltbar. Den Anbau könne man dann gleich so erweitern, dass hier der erforderliche zusätzliche Übungsraum entstehe, meinte Tapken. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Ob das Projekt es dann auch wirklich von der Prioritätenliste in den Haushalt 2017 schafft, entscheidet der Stadtrat, der sich bisher stets dagegen ausgesprochen hat.


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