18.10.2016, 18:49 Uhr

Begründung auf insgesamt 19 Seiten Anwältin reicht Widerspruch gegen Bramscher Windparks ein

Mächtige, lange Windradflügel werden in diesen Tagen im Bramscher Wittefeld angeliefert. Foto: Marcus AlwesMächtige, lange Windradflügel werden in diesen Tagen im Bramscher Wittefeld angeliefert. Foto: Marcus Alwes

Epe/Malgarten. Mitglieder der kritischen Bürgerinitiative haben bei der Kreisverwaltung in Osnabrück nicht unerwartet Widersprüche gegen die erteilten Genehmigungen zur Errichtung der Windparks Wittefeld und Ahrensfeld bei Epe/Malgarten und Lappenstuhl eingereicht. Ebenso gegen einen anschließenden Betrieb der 13 im Bau befindlichen Anlagen.

Die Rechtsanwältin mehrerer Anliegerpaare aus Epe/Malgarten, Jutta Engbers aus Friesoythe, führt in einem insgesamt 19-seitigen Schreiben vor allem eine optische Bedrängung durch die in der Spitze 200 m hohen Räder, Lärmbelästigungen , eine rechtswidrig und unzureichend durchgeführte Umweltverträglichkeitsprüfung sowie eine mangelhafte Öffentlichkeitsbeteiligung als Begründung gegen das Millionenprojekt im Wittefeld (sechs Anlagen) an. Die für das Ahrensfeld (sieben Anlagen) offenbar noch nachzureichende Widerspruchsbegründung dürfte ähnlich formuliert sein.

„Die erteilte Genehmigung ist rechtswidrig und verletzt meine Mandanten in ihren eigenen Rechten“, heißt es mehrfach in dem Engbers-Papier: „Zusätzlich muss beachtet werden, dass nicht 13 Windenergieanlagen auf die Mandanten einwirken, sondern insgesamt 29 .“ Die Rechtsanwältin spielt damit auf die bereits errichteten Windparks in Kalkriese (zwölf Räder) und Rieste-Süd (vier Räder) an, die in unmittelbarer Nähe zum Wittelfeld und Ahrensfeld entstanden sind . An anderer Stelle stellt Engbers fest: „Das Landschaftsbild wird in einem Umkreis von über drei Kilometern vollständig zerstört.“

In diesen Tagen werden „Flügel“ angebracht

Wann in der Kreisverwaltung über den Widerspruch aus Epe/Malgarten entschieden wird, ist noch nicht bekannt. Dagegen sind die Baufortschritte in den beiden angesprochenen Windparks in diesen Tagen nicht zu übersehen. Im Wittefeld werden sogenannte Flügel an zahlreichen Anlagen angebracht. Die finale Bauphase hat somit begonnen. Auch die Errichtung einer Anlage im Ahrensfeld ist bereits in vollem Gange. Für die weiteren Räder dort werden momentan die Betonfundamente angelegt. Fertiggestellt ist zudem das für beide Windparks notwendige Umspannwerk, das wie geplant in Sögeln gebaut worden ist.


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