18.05.2015, 18:51 Uhr

Ortsrat regt Aufstellung an Bald Sammelbehälter für Hunde-„Tüten“ in Sögeln?


Sögeln. Die Ortsratsmitglieder Sandra Nause (SPD) und Jan-Gerd Bührmann (CDU) waren sich einig. Um die Reduzierung der Hundehaufen an der Hohe-Haar-Straße in Sögeln sollte sich die Stadt Bramsche in naher Zukunft verstärkt bemühen, regten sie an. Denn die eine oder andere „Tretmine“ geht beiden doch auf den Geist.

„Das ist hier ein beliebter Weg für die, die mit ihren Tieren Gassi gehen“, verdeutlichte Nause. Die Kommunalpolitikerin ist selbst Hundebesitzerin. Und sie berichtet: „Aus eigener Beobachtung weiß ich, dass viele der Tierhalter, die hier unterwegs sind, nicht direkt aus Sögeln kommen, sondern von außerhalb.“

Häufig würden diese ihre Autos an einer etwas entfernt gelegenen Hase-Brücke abstellen „und sich dann mit ihren Hunden entlang der Hohe-Haar-Straße aufhalten. Viele haben Kot-Tüten mit. Leider kümmern sich aber nicht alle darum, dass entstandene Hundehaufen auch wieder weggemacht werden“, so Nause. Während der jüngsten Ortsratssitzung hatte die Sozialdemokratin deshalb angeregt, an der besagten Straße „ein oder zwei Tütenspender und Sammelbehälter für Hundebeutel“ aufzustellen. Das sei zwar kein Allheilmittel, könne aber ein kleiner Beitrag zur Verbesserung der Situation sein.

Hasemann ist skeptisch

Auf eine solche hofft auch Ortsratsmiglied Jan-Gerd Bührmann. Der Hunde-Kot, der nicht weggeräumt werde, „verunreinigt unser Futter an und auf den Feldern“, so der Landwirt, „und diese Verkalkung wird dann zum Problem bei tragenden Tieren“. Unions-Vertreter Bührmann („Ich würde das begrüßen“) unterstützte deshalb ausdrücklich das Anliegen von Nause.

So gar nicht mit diesem Vorschlag anfreunden konnte sich dagegen Hermann Hasemann (CDU). „Macht Euch nichts vor. Im freien Gelände nimmt doch keiner eine Tüte in die Hand. Glaubt doch nicht an den Weihnachtsmann…“, grantelte er.

Doch er blieb im Ortsrat mit seiner Haltung weitgehend allein. Eine gefühlte Mehrheit unterstützte – ohne eine formale Abstimmung – eher das Duo Nause und Bührmann. Ein immer noch skeptischer Hermann Hasemann stellte da nur noch fest: „Dann macht mal…“


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