12.06.2014, 12:19 Uhr

Neue Fanmeile zur Fußball-WM Erstmals Public Viewing auf Bramscher Marktplatz

Jetzt geht’s los: Die Organsatoren Ralf Müller, Vanessa Urner und Roman Heyn vor dem Bühnenaufbau, der die Videowand tragen wird. 

            


            

              
              Foto: Heiner BeinkeJetzt geht’s los: Die Organsatoren Ralf Müller, Vanessa Urner und Roman Heyn vor dem Bühnenaufbau, der die Videowand tragen wird. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Nun wird es doch zum ersten Mal ein Public Viewing im Freien in Bramsche geben: Der Marktplatz verwandelt sich am Montag, 16. Juni, zum WM-Spiel Deutschland gegen Portugal in eine Fanmeile.

Am Donnerstag vormittag erhielt Rechtsanwalt Jürgen Kühlers als Vertreter der Veranstalter die Zusage aus dem Rathaus. Dort feilte der Erste Stadtrat Ulrich Willems zu der Zeit noch an der schriftlichen Genehmigung, die dann „per reitenden Boten rausgehen“ soll. Vorausgegangen war ein Hin und Her mit ungewissem Ausgang, in dessen Mittelpunkt ein für die Genehmigung erforderliches Schallschutzgutachten stand.

Nun ist alles in Ordnung und die erste große WM-Party im Freien in Bramsche kann steigen. Darauf haben Ralf Müller und Roman Heyn nur gewartet. Die beiden Schausteller haben bis dahin die Vorbereitungen so weit vorangetrieben, dass die wenige verbliebene Zeit nach ihren Worten jetzt noch ausreicht, um die Party zu organisieren.

Übertragen werden die Spiele laut Heyn auf einer 20 Quadratmeter großen Videoleinwand, wie sie auch bei Open-Air-Konzerten zum Einsatz kommt. Die Leinwand gehört Roman Heyn, der zur Finanzierung der Veranstaltung im Vorfeld auch schon mit Sponsoren verhandelt hatte. „In Sachen Public Viewing bin ich seit sechs Jahren unterwegs, unter anderem auch auf der Osnabrücker Maiwoche“, erzählt Heyn. Dort hat auch schon Vanessa Urner mit ihm zusammengearbeitet, die sich um die Organisation mit Getränkeständen und Personal kümmern wird. Auch für Imbissstände, Security und Toilettenwagen wird nach Heyns Worten gesorgt sein.

Zusammen mit seinem Cousin Ralf Möller, der ebenfalls als Schausteller unterwegs ist, war Heyn auf die Idee mit dem Fußballfest in der Heimatstadt gekommen. Ursprünglich wollten sie es auf der Insel im Hasesee veranstalten, aber das scheiterte an den Bedenken der Stadt wegen der Nähe zum Hasesee.

Die Verhandlungen über den neuen Standort gestalteten sich nach den Worten des Rechtsanwaltes Kühlers zwar zäh, „am Ende des Tages aber im besten Einvernehmen“. Nun könnten alle deutschen WM-Spiele bis hin zu einem möglichen Finale oder Spiel um Platz drei übertragen werden.

Ulrich Willems verweist darauf, dass aus Schallschutzgründen die Teilnehmerzahl auf 300 Personen begrenzt ist. „Wenn es gut klappt, freuen wir uns alle. Wenn da aber etwas aus dem Ruder läuft, müssen wir einschreiten“, betont der Erste Stadtrat die Möglichkeit, die Genehmigung im schlimmsten Fall zu widerrufen.

„Wir machen so etwas unser Leben lang“, beruft sich Roman Heyn auf Erfahrung mit solchen Veranstaltungen. Und deshalb sei er auch zuversichtlich, dass sich die Lärmbelastung für die Nachbarn am Montag in Grenzen halten wird: „Nach dem Spiel ist immer ziemlich schnell Ruhe“.


Zum allerersten Mal gibt es eine Open-Air-Übertragung eines Fußballspiels im größeren Stil in Bramsche. In der Vergangenheit waren zaghafte Anläufe zum Beispiel des Stadtmarketings immer wieder an den hohen Kosten für eine Leinwand und technischen Schwierigkeiten bei Übertragungen im Tageslicht gescheitert. Der Eintritt bei den jetzigen Übertragungen ist frei, schon weil die FIFA sonst happige Gebühren verlangt.

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