20.04.2017, 18:15 Uhr

Kein Zuschuss vom Land Kunstrasen in Bissendorf wird wohl erst 2018 erneuert


Bissendorf. Der stark abgespielte Kunstrasen am Schulzentrum Bissendorf wird wohl erst im kommenden Jahr ausgetauscht: Weil das Land der Gemeinde keinen Zuschuss zahlt, lassen sich die erforderlichen knapp 240.000 Euro in diesem Jahr nicht mehr auftreiben.

Auf 238.500 Euro beläuft sich der Kostenvoranschlag für die Erneuerung des stark beschädigten Kunstrasenplatzes in Bissendorf – viel Geld für die Kommune. Deshalb hatte die Verwaltung einen Förderantrag beim Land Niedersachsen gestellt, der im besten Fall einen Zuschuss von 63 Prozent gebracht hätte. Das wären rund 150.000 Euro gewesen; die Gemeinde hätte dann noch knapp 90.000 Euro selbst tragen müssen.

Berücksichtigung im nächsten Haushalt

Doch daraus wird nichts, wie Bürgermeister Guido Halfter (parteilos) am Donnerstag erfahren hat: „Das Land hat den Antrag abgelehnt, also werden wir in diesem Jahr nichts mehr an dem Platz machen“, sagte der Verwaltungschef auf Anfrage. Die Kosten für die Erneuerung des Kunstrasens sollten nun im Haushalt für das kommende Jahr berücksichtigt werden, sodass mit einem Beginn der Arbeiten frühestens 2018 zu rechnen sei.

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Fasern nur noch 20 statt 35 Millimeter lang

In der Sitzung des Sozial-, Sport- und Kulturausschusses Anfang April hatte ein Gutachter den Austausch des gesamten Kunstrasens empfohlen. Während ein neuer Kunststoffrasenbelag etwa 35 bis 38 Millimeter dick sei, seien in Bissendorf davon nur noch 20 bis 25 Millimeter übrig. „Der Platz ist stark abgespielt“, stellte Landschaftsarchitekt Jonas Heidbreder klar, der den Platz im Auftrag der Gemeinde begutachtet hatte. Auf Fotos zeigte er stark aufgesplisste Fasern, die seinen Ausführungen zufolge so kurz seien, dass sie den Sand, mit dem der Rasen verfüllt ist, nicht mehr halten könnten. Dadurch verteile sich der Sand auf dem Platz und verschlechtere die Spieleigenschaften, weil die Stollen der Fußballschuhe finden weniger Halt im Boden fänden.

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