20.11.2016, 16:13 Uhr

Eberhard Eckert sucht Mitstreiter Vortrag von Belms Klimabotschafter im Gasthaus Lecon

Belms Klimabotschafter Eberhard Eckert sucht Mitstreiter im Kampf gegen den Klimawandel. Foto: Hendrik SteinkuhlBelms Klimabotschafter Eberhard Eckert sucht Mitstreiter im Kampf gegen den Klimawandel. Foto: Hendrik Steinkuhl

Belm. Belms ehrenamtlicher Klimabotschafter Eberhard Eckert hat im Gasthaus Lecon einen Vortrag gehalten, mit dem er Mitstreiter im Kampf gegen den Klimawandel gesucht hat. Die Resonanz auf die Veranstaltung war allerdings mehr als mäßig.

Inklusive den Vertretern der Gemeinde waren nur zehn Besucher im großen Saal des Gasthauses Lecon zusammengekommen. Bürgermeister Viktor Hermeler bedauerte das sowohl vor als auch nach dem Vortrag von Eberhard Eckert. „Das sollten hier eigentlich viel mehr Leute sehen!“

Abholzung tropischer Regenwälder

Der ehrenamtliche Klimabotschafter, der sich der Gemeinde selbst angeboten hatte, schilderte in seinem Vortrag zunächst, warum die Erde einen Klimawandel erlebt. Dabei wies er unter anderem darauf hin, dass mit der Abholzung tropischer Regenwälder für die Rindfleischproduktion und Sojaplantagen wichtige CO2-Senken verloren gehen würden. Das gleiche gelte auch für das Trockenlegen von Mooren.

Eine deutliche Meinung hat der frühere Lehrer auch zum Emissionshandel. „Ich denke, es ist ein völlig inakzeptabler Vorgang, mit Verschmutzungsrechten zu handeln.“ Laut Eckert würde dieser Handel die Emissionen nicht senken, sondern sie lediglich zum ökonomischen Vorteil der „großen Luftverpester“ anders auf der Erde verteilen.

Im Kampf gegen den Klimawandel könne sich aber jeder problemlos beteiligen, so Eckert. „Man darf nur nicht vorgehen wie bei der ‚Morgen-Diät‘, also: ‚Morgen fange ich an weniger zu essen.‘“ Erfolgreich im Klimaschutz sei man schon, wenn man schnell den ersten Schritt wage und die Freude am Ergebnis in die Nachbarschaft und den Verwandtschafts- sowie Freundeskreis weitertrage und zum Mitmachen motiviere.

Tipps zum Energiesparen

Im Anschluss zählte Eckert zahlreiche Beispiele auf, mit denen Energie gespart werden kann und Ressourcen eingespart werden können. Beim Kochen etwa solle man die Kartoffeln mit geschlossenem Deckel kochen, am allerbesten mit einem Dampfkochtopf.

Auch auf eine Brotschneidemaschine könne man verzichten. „Als unser Brotschneider kaputt war, habe ich mich durchgesetzt, dass kein neuer gekauft wird. Wir machen das jetzt mit dem Messer oder lassen das Brot beim Bäcker schneiden.“ Auch solle sich jeder individuell die Frage stellen, ob Bügeln wirklich notwendig sei.

Auto stehen lassen

Eckert wies auch darauf hin, dass laut einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung 70 Prozent aller Wege zwischen einem und drei Kilometern im Osnabrücker Landkreis mit dem Auto gefahren würden. „Radfahren ist aber viel gesünder und außerdem klimaneutral.“

Am Ende seines Vortrags sagte Eckert, dass er als Klimabotschafter jederzeit auch persönlich zur Verfügung stehe, wenn in Belm einzelne Bürger oder Vereine, Verbände und andere Institutionen nach Möglichkeiten suchen, Energie und Ressourcen zu schonen.


0 Kommentare