28.11.2016, 10:45 Uhr

Loarske Led und Wurstebrot Erster Plattdeutscher Abend in Wellmeyers Schmiede-Foyer


Bad Laer. Das Schmiede-Foyer der Firma Heinrich Wellmeyer erinnert an die Geschichte des Unternehmens in Bad Laer. Hier trifft Urigkeit auf Moderne. „Genau das richtige Ambiente für einen Plattdeutschen Abend“, meinen Familie Wellmeyer und Altmeister Clemens Knappheide und luden zum Abend „op Platt“ ein.

„Damals haben sich die Mitarbeiter oft auch auf Plattdeutsch unterhalten. Es wäre schade, wenn das untergeht. Wir wollen das Platt mit diesem Abend ein wenig wiederbeleben“, erklärten die Initiatoren Marlies Wellmeyer und Clemens Knappheide. Unterstützt wurden sie am Freitag von den Bad Laerern Renate Schwenne, Willy Käuper und Bernhard Bosse, die den Gästen alte Geschichten aus Bad Laer erzählten. Da ging es ums Holzversteigern, Dreschen und Schnapsbrennen - alles „op Platt“ versteht sich. Zwischendurch sorgten Sketche und Musik für Stimmung. Für alle, die sich bei „Dat Loarske Led“ nicht textsicher zeigten, lagen Liederzettel bereit und Sänger Heinz Meyer zu Berxten gab zusammen mit Akkordeon-Spieler Friedel Stegmann aus Borgloh den Ton an. Mehr aus Bad Laer

Wurstebrot

Zünftig auch die Stärkung nach dem Schwank: Wurstebrot und gebratene Leberwurst mit Apfel und Grieben vorbereitet von Heinrich und Marianne Kleis, Bernhard Richter und Doris Steinkamp. „Sehr lecker, ganz wie in früheren Zeiten“, schwelgte Organisator Clemens Knappheide. 38 Jahre lang war er bei der Firma Wellmeyer tätig. Heute als Rentner spricht er anstatt mit Arbeitskollegen vielmehr mit Schülern der Grundschule seines Wohnorts Füchtorf Plattdeutsch. Als ehrenamtlicher Plattdeutsch-Lehrer beobachtet er: „ Zum Glück wird Platt wieder ein bisschen angesagter. Besonders in Niedersachsen interessieren sich junge Leute wieder mehr für diese Tradition.“

Nach der gelungenen Premiere des Plattdeutschen Abends in Bad Laer, denken die Veranstalter nun über eine Fortsetzung nach.


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