05.11.2016, 17:57 Uhr

Schleppjagd Mit Hund und Pferd auf der Duftspur durch Bad Laer


Bad Laer. 50 Reiter und zahlreiche Gäste fanden sich am Samstagmittag auf dem Reiterhof Stockmann in Bad Laer zum Start einer Schleppjagd des Reit- und Fahrvereins ein. Jagdherr Franz Stockmann begrüßte die Teilnehmer mit dreifachem „Horrido“.

Aufgeregt schnüffelten die Irish Foxhounds der Warendorfer Meute im bunten Herbstlaub, während sich die Reiter auf der Wiese platzierten und die Westerwieder Jagdhornbläser das Stelldichein begleiteten. Um 12 Uhr setzte sich der Tross aus Hunden, Pferden und Reitern in Bewegung. An geeigneter Stelle der insgesamt 19 Kilometer langen Jagdstrecke wurde die erste Spur, die sogenannte Schleppe, ausgelegt. Interessierte fuhren im Planwagen an Wald-und Feldränder, um die Schleppjagd sporadisch mitzuverfolgen, um die Reiter immer wieder vorbei galoppieren zu sehen.

Reitende Schleppenleger

Mit einem Sekret aus Pansen zogen die vorne reitenden Schleppenleger am Samstagnachmittag 15 Duftspuren, denen die gefleckten Jagdhunde auf Kommando ihrer Trainerin „Huntsman“ Beate Rehr folgten. Den Hunden wiederum folgten die Reiter. Im Jagdfieber erreichten die Foxhounds eine Geschwindigkeit von bis zu 50 Kilometer pro Stunde. Gar nicht so einfach für die weniger wendigen Pferde, da mitzuhalten, lagen doch auch Hindernisse auf der Strecke die übersprungen oder umritten werden mussten. Am Ende jeder Schleppe gab es eine kurze Verschnaufpause. Geritten wurde in drei Feldern: Eines bildeten die Reiter die zu Pferd Hindernisse wir Gräben oder Baumstämme übersprangen. Das „Nicht springende Feld“ hingegen umritt Hindernisse. Das „Fahrende Feld“ wurde von zwei Kutscherinnen und ihren Mini-Shetlandponys gebildet.

Jagdessen auf Hof Stockmann

Nach rund drei Stunden endete die Schleppjagd mit einem Jagdessen auf Hof Stockmann. Die erste stärkende Belohnung aber hatten sich die Foxhounds verdient. Im aufgestellten Rund aus Reitern bekamen sie Rinderpansen zu fressen. Franz Stockmann bedankte sich mit „Waidmannsheil“ und einem Tannenzweig - dem Bruch - bei jedem Teilnehmer. Die Überreichung des Bruchs gehört zur Tradition der Schleppjagd. Vor dem Hubertustag am dritten November werden bei den stets im Herbst stattfindenden Schleppjagden Eichenbrüche verteilt. Nach dem Hubertustag wechselt man zu Tannenbrüchen.

Der Reit- und Fahrverein Bad Laer bietet seinen Mitgliedern einmal im Jahr eine besondere Veranstaltung. Fand 2014 ein Kinderreitturnier statt, besuchte man im letzten Jahr die Fürstliche Hofreitschule Bückeburg. Samstag begeisterte nun die Schleppjagd, bei der das gemeinschaftliche Reiten in der Natur genossen wurde und den Pferden in der Gruppe eine soziale Herausforderung geboten wurde.


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