16.01.2012, 16:00 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Hubert Franke aus Bad Laer wird „Champion der deutschen Rassetaubenzucht“ Mit Trommeltauben durchgestartet

Hubert Franke, der „Deutsche Meister“ und „Champion der Deutschen Rassegeflügelzucht 2011“, mit seiner Ehefrau Anneliese, der Arabischen Trommeltaube und den Trophäen aus Leipzig. Foto: Achim KöppHubert Franke, der „Deutsche Meister“ und „Champion der Deutschen Rassegeflügelzucht 2011“, mit seiner Ehefrau Anneliese, der Arabischen Trommeltaube und den Trophäen aus Leipzig. Foto: Achim Köpp

Dissen/Bad Laer. Von der Voliere im Garten ertönt die typische Stimme, das „Trommeln“. Der eher zierliche Vogel wippt dabei leicht hin und her, was einem Tanz gleicht. Für manche ist das Trommeln „Krach“, für Hubert Franke jedoch schlichtweg „Musik“ in seinen Ohren. Der 42-Jährige züchtet die „Arabische Trommeltaube gelb-atlasfarbig“, wurde soeben deutscher Meister mit fünf Tieren dieser Rasse und gewann den Titel „Champion der deutschen Rassetaubenzucht 2011“.

Im Wohnzimmer der Familie Franke am Milanring in Bad Laer reihen sich Trophäen an Trophäen, unzählige kleine und große Pokale und andere Ehrengaben erinnern an Erfolge des Züchters bei regionalen und überregionalen Ausstellungen und Wettbewerben, dazu sogenannte „Ehrenbänder“, das sind besonders begehrte Auszeichnungen für extrem hohe Zuchtleistungen. Das letzte Ehrenband und einen großen Pokal hat Franke von der internationalen Rassegeflügel-Bundesschau aus Leipzig mitgebracht. Dort wurde ihm und seinen Tieren bei einer Konkurrenz von mehr als 32000 Tauben der Titel „Champion“ zugesprochen.

„Ohne die Hilfe meiner Frau wäre dieser Erfolg nicht möglich geworden“, erklärt der als Gesundheitspfleger im Osnabrücker Marienhospital Tätige und blickt dankbar auf seine Anneliese. „Denn wenn ich im Schichtdienst bin, füttert sie regelmäßig die Tiere und reinigt die Voliere“. Immerhin, fügt er an, seien es an die 40 Tiere der Rasse Arabische Trommeltauben und etwa 20 Tiere anderer Rassen. Sein 13-jähriger Sohn, sagt der dreifache Vater, folge ihm nämlich in gleicher Weise und baue sich selbst eine Zucht mit der Rasse „Figurita Mövchen“ auf.

Hubert Franke selbst kann auf eine 35-jährige züchterische Tätigkeit mit Rassegeflügel zurückschauen. Diese wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt. Denn Vater Josef machte es ihm mit „Coburger Lerchen“ auf beste Weise vor und gewann selbst höchste Titel. So stieg der siebenjährige Hubert Anfang 1976 – damals im elterlichen Haus noch in Dissen – in die Geflügelzucht mit Hühnern der Rasse „Wyandotten silber-schwarz gesäumt“ ein und wurde Mitglied in der Jugendgruppe des Rassegeflügelzuchtvereins in Dissen. Dort ist er auch heute noch Mitglied und erzielte auf nationaler und regionaler Ebene viele Erfolge.

1995 wurde Hubert Franke dann wegen ihres zutraulichen Wesens auf die Arabische Trommeltaube aufmerksam, war von der Rasse begeistert und begann eine Zucht aufzubauen. Nach dem Umzug ins benachbarte Bad Laer war ohnehin am Milanring kein Platz für Hühner, und so entstand im Garten eine ausreichend große Unterkunft für die zierlichen, lebhaften Vögel, die eher durch ihre Schlichtheit auffallen, jedoch anspruchsvoller Pflege bedürfen.

Der Erfolg seiner züchterischen Tätigkeit blieb nicht aus, denn im Jahr 2006 gelang ihm mit seiner Arabischen Trommeltaube ein ganz großer Wurf, nämlich der Gewinn des Europameistertitels. Und jetzt ist er „Champion der Deutschen Rassetaubenzucht 2011“. Seine Tiere setzten sich gegen mehr als 30000 Rassetauben durch, die in Leipzig für diesen Titel nominiert worden waren.

Seine Erfahrungen gibt Hubert Franke übrigens auch gern anderen Züchtern weiter, denn er ist Gründungsmitglied und Kassierer im bundesweit agierenden „Sonderverein Arabische Trommeltauben“.


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