04.09.2016, 17:04 Uhr

Mit Muskelkraft auf den Dörenberg 18. Teuto Tour lockt die Mountainbiker nach Bad Iburg


Bad Iburg/Georgsmarienhütte. Es war kalt, nass und früh am Sonntagmorgen. Trotzdem machten sich gut 400 Mountainbiker auf den Weg, um Berge und holprige Pisten zu befahren. Die 18. Teuto Tour in Bad Iburg sorgte für viel Vergnügen bei Jung und Alt.

Dabei stand in diesem Jahr auch der Waldschutz im Vordergrund. Gut 400 Teilnehmer stellten sich am Sonntag den aufregendsten Strecken rund um Bad Iburg.

Entweder kamen sie direkt aus dem Landkreis oder sogar aus Papenburg, dem Ruhrgebiet oder aus den Niederlanden. „Bei uns in Oldenburg gibt es solche Berge nicht. Deshalb bin ich schon zum zweiten Mal hier“, erzählte ein Teilnehmer.

Die Teilnahmegebühr von neun Euro sorgte für weiteren Andrang an der Philipp-Sigismund-Allee. Ausgerüstet mit modernsten Mountainbikes, Energieriegeln und Trinkflaschen, machten sich die Fahrer auf den Weg.

Auch in diesem Jahr konnten die Mountainbiker wieder zwischen zwei Strecken wählen: Strecke 1 war mit 22 Kilometern eher familien- und kinderfreundlich. Es ging durch den Freden entlang nach Sentrup und wieder über den nördlichen Freden zurück.

Dagegen war Strecke 2 mit 50 Kilometern eine Piste für die Profis: Es ging direkt rauf zum höchsten Erhebung des Landkreises – dem 331 Meter hohen Dörenberg. „Hier geht es nicht ums Gewinnen, sondern es zählen nur Spaß und Freude“, erklärte Ralf Hannibal vom gemeinnützigen Verein „Teuto Tour e.V.“. Als Ordnungskräfte auf der Strecke engagierten sich Jugendliche der örtlichen Feuerwehr und des Schützenvereins: „Damit unterstützen wir die Jugendarbeit in Bad Iburg“, sagte Hannibal.

„Alle wollen sich im Wald erholen. Eine Form der Erholung ist auch das Mountainbikefahren. Deshalb sehen wir diese Tour nicht kritisch“, erklärten Rainer Städing und Uwe Aegerter von den West-Niedersächsischen Landesforsten aus Ankum. „Unser Ziel ist die Pflege und der Ausbau von Waldwegen, damit unsere Wälder erlebbarer werden“, so Städing.

Die Landesforsten hatten deshalb einen eigenen Stand an der Startlinie, um so Produkte wie Bücher oder Honig verkaufen zu können. Auch im diesjährigen Programmheft stellten sie diverse Spielregeln im Wald auf: „Man darf das Mountainbiken nicht mit Downhillbiken verwechseln. Die Letzteren bauen ihre eigenen Wege und verursachen dadurch Schäden an der Natur, was auch zu rechtlichen Streitigkeiten mit den Waldbesitzern führen könnte“, erläuterte ein Vertreter der Landesforsten. Nach der Meinung der Veranstalter stehe das Mountainbiken im Einklang mit der Natur und werde keine rechtlichen Probleme mit Waldbesitzern verursachen.

„Wir freuen uns schon auf die 20. Teuto Tour im Jahr 2018, die zeitgleich mit der Landesgartenschau stattfinden wird“, blickte Ralf Hannibal in die Zukunft. Der Verein will sich deshalb besondere Dinge einfallen lassen, damit die Teuto Tour ebenfalls zu einem großen Erfolg wird – und so mehr Teilnehmer aus ferneren Gegenden anlocken kann.


1 Kommentar