19.04.2017, 14:02 Uhr

Über eine Million investiert Bahnübergang Maschweg in Lübbecke nun mit Schranke

Für den Bahnübergang am Lübbecker Maschweg liefen die Planungen für die Schrankenanlage bereits 2014 an. Drei Jahre später wurden die Schranken nun montiert. Foto: Martin NobbeFür den Bahnübergang am Lübbecker Maschweg liefen die Planungen für die Schrankenanlage bereits 2014 an. Drei Jahre später wurden die Schranken nun montiert. Foto: Martin Nobbe

Lübbecke. Die lange geforderte Schrankenanlage für den Bahnübergang Maschweg in Lübbecke ist in Betrieb genommen worden.

Mehr Sicherheit für den Bahnübergang am Maschweg wurde in Lübbecke bereits seit dem Jahr 2001 diskutiert. Wiederholt kam es zu schweren Vorfällen – auch tödlichen Unfällen. Erst im Januar 2017 noch kam auf dem unbeschrankten Gleisübergang eine Frau ums Leben, deren Pkw mit der Eurobahn kollidierte.

Der Bahnübergang am Maschweg war bislang mit einem Andreaskreuz und einer Blinkanlage versehen. Außerdem gab es seit 2014 eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer auf einer sehr kurzen Strecke mit unregelmäßigen Blitzkontrollen sowie Rüttelstreifen auf der Fahrbahn. Nachdem sich im März 2014 ein tödlicher Unfall ereignet hatte, bei dem ein fünfjähriges Kind starb und drei weitere Menschen im Auto schwere Verletzungen davontrugen, hatte die Bahn angekündigt, den Übergang mit einer Schrankenanlage zu versehen. Die Stadt Lübbecke hatte das ohnehin stets gefordert.

Wegen einer Kostensteigerung im Zuge der Ausschreibung habe auch der Kreis Minden-Lübbecke ein Veto eingelegt und verlangt, dass die Tiefbauarbeiten neu ausgeschrieben werden, begründete die Bahn AG Mitte Januar eingetretene Verzögerungen bei der Realisierung des Projektes. Von der gesamten Investitionssumme in Höhe von immerhin 1,2 Millionen Euro trägt die DB Netz eine Million Euro im Rahmen eines Programms zur Erneuerung von Bahnübergängen, die restlichen 200.000 Euro verteilen sich je zu einem Drittel auf den Straßenbaulastträger, die Stadt und die Bahn.


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