01.12.2016, 17:31 Uhr

Geschwindigkeitskontrolle Polizist rettet sich in Lübbecke mit Sprung zur Seite

Geschwindigkeitskontrolle der Polizei. In Lübbecke konnte sich jetzt ein Polizist nur mit einem Sprung zur Seite retten. Symbolfoto: dpaGeschwindigkeitskontrolle der Polizei. In Lübbecke konnte sich jetzt ein Polizist nur mit einem Sprung zur Seite retten. Symbolfoto: dpa

Lübbecke. Um nicht von einem Pkw erfasst zu werden, musste ein Polizeibeamter am vergangenen Dienstagabend auf der Straße „Am Esch“ in Lübbecke-Stockhausen zur Seite springen.

Der Ordnungshüter hatte dem Autofahrer zuvor Haltezeichen gegeben, die der jedoch nicht beachtete und stattdessen sichtbar beschleunigte und auf den Beamten zufuhr.

Die Polizisten wollten den Wagen anlässlich einer Geschwindigkeitskontrolle stoppen, da der Fahrer das vorgeschriebene Tempolimit überschritten hatte. An seiner Wohnanschrift konnte der Mann, ein 32-jähriger Lübbecker, wenig später angetroffen werden. Da der Lübbecker behauptete, die „Aktion“ gefilmt zu haben, beschlagnahmten die Einsatzkräfte nicht nur seinen Führerschein und das Auto, sondern auch das Handy des Mannes.

Mehrmals an Kontrollstelle

Aufgefallen war der Mann gegen 20.45 Uhr, als er mit Tempo 79 statt der erlaubten 50 Stundenkilometer das Messgerät der Beamten des Verkehrsdienstes passierte. Da die Kontrolle ohne ein Anhalten der Verkehrssünder ausgerichtet war, setzte der Lübbecker seine Fahrt zunächst unbehelligt fort. Wenig später passierte der Mann aber erneut die Kontrollstelle und hielt in der Nähe an. Als die Einsatzkräfte ihn daraufhin kontrollieren wollten, fuhr er davon, um wenig später erneut aufzutauchen. Da der Wagen aufgrund der Dunkelheit von den Beamten nicht rechtzeitig erkannt wurde, war ein Anhalten des Fahrzeuges in diesem Moment nicht möglich.

Kein Alkohol

Die Polizisten rechneten jedoch damit, dass der Mann sein ungewöhnliches Verhalten fortsetzen würde und postierten sich deshalb rechtzeitig auf der Straße. Als der Mann, wie vermutet, gegen 21.10 Uhr erneut die Messstelle passieren wollte, erhielt er die Anhaltezeichen. Bei dem Sprung des Beamten zur Seite schlug noch der Anhaltestab gegen den Pkw. Hinweise auf einen Drogen- oder Alkoholkonsum des 32-Jährigen ergaben sich nicht.

Der 32-Jährige wird sich vor Gericht verantworten müssen. Ob es sich bei seinem Verhalten um einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, um Nötigung oder möglicherweise um versuchte gefährliche Körperverletzung handelte, das wird geprüft.


0 Kommentare