09.11.2016, 20:49 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Eine Million Euro Schaden War es Brandstiftung? Produktionshalle am Bad Essener Sägewerk brennt


Wehrendorf. Im Bad Essener Ortsteil Wehrendorf ist am Mittwochabend eine große Produktionshalle eines Sägewerkes in Brand geraten. Die Feuerwehr kämpfte mit 150 Einsatzkräften gegen das Feuer.

Nach Auslösung der automatischen Brandmeldeanlage löste die Regionalleitstelle Osnabrück um 19.29 Uhr Alarm für die Ortsfeuerwehr Wehrendorf aus. „Beim Eintreffen brannten zwei Holzstapel in der Produktionshalle“, berichtete Einsatzleiter Olaf Riefenstein. Sofort wurden weitere Ortsfeuerwehren aus der Gemeinde Bad Essen, die Ortsfeuerwehr Bohmte sowie die Drehleitereinheit aus Belm zur Unterstützung gerufen. Noch während der ersten Löschversuche durch die Feuerwehr wurde eine Wasserversorgung vom an das Betriebsgelände angrenzenden Mittellandkanal hergestellt. Die Brandlast war allerdings so hoch, dass sich das Feuer ausbreitete und auf Hallendach und Giebelseite übergriff. Da Dachteile einstürzten, mussten sich Feuerwehrkräfte aus Teilbereichen zurückziehen. Mit der Motorsäge wurden Öffnungen von außen in die Hallenwand geschnitten, um Löschwasser einbringen zu können.

Gegen 21.20 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Eine weitere Ausbreitung konnte erfolgreich verhindert werden. „Bis alle Glutnester gelöscht sind, werden wir sicherlich noch bis zum frühen Morgen zu tun haben“, sagte Einsatzleiter Riefenstein.

Zwei Feuerwehrkräfte wurde bei den Löscharbeiten verletzt und ins Krankenhaus gebracht, ein weiterer Feuerwehrmann musste ambulant behandelt werden. Zur Sanitätsbetreuung waren auch Helfer des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort. Wegen des möglicherweise mit Ruß belasteten abfließenden Löschwassers, das in die Hunte gelangen könnte, wurde die Untere Wasserbehörde des Landkreises informiert. Um 23.40 Uhr wurde der THW-Ortsverband Bad Essen gerufen, um abgehendes Löschwasser an einem Düker aufzuhalten.

Die Polizei nahm noch während der Löscharbeiten die ersten Ermittlungen auf. Die Tatortgruppe der Polizei aus Osnabrück wurde hinzugezogen. Die Brandursache ist bislang unklar. Auch Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden. Der Brandort wurde von den Beamten gesperrt. Vorsichtige Schätzungen der Polizei beziffern den Schaden auf rund eine Million Euro.


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