19.10.2016, 13:16 Uhr

Kurz nach dem Schlüpfen Wehrendorferin rettet drei Küken vor dem Tod


Wehrendorf. Drei frisch geschlüpfte Hühnerküken hätten wahrscheinlich nicht sehr lange gelebt, wenn Sabina Meyer aus Wehrendorf nicht so schnell gehandelt hätte. Die junge Frau fand die fast leblosen Vögel am Brutplatz der Henne und päppelte sie wieder auf.

Seit einem Jahr tummeln sich im kleinen Tierparadies der Familie Meyer aus Wehrendorf auch 20 Hühner. Seit ein Rassehahn mit dem Namen „Chef“ vom Wochenmarkt in Bad Essen unter den Hühnerdamen das Sagen hat, kommt es in letzter Zeit unter der kleinen Hühnerschar auch schon mal zu Nachwuchs.

Der Hahn hatte die Hühnerdame Margot schwach werden lassen und nach einer Brutzeit von 21 Tagen erblickten fünf niedliche Küken das Licht der Welt. Für das Brutgeschäft hatte sich Margot außerhalb des Geheges einen ganz ruhigen Platz ausgesucht. Die fünf Küken waren gerade geschlüpft, als es anfing zu regnen.

Dem Tod näher als dem Leben

Sabina Meyer war es, die die Klucke mit ihrem Nachwuchs sicher im Hühnerstall umsiedeln wollte. Die Pferdenärrin bemerkte sofort, dass irgendetwas mit den Küken nicht stimmt. Zwei waren fit, drei andere waren dem Tode näher als dem Leben. „Die bewegten sich überhaupt nicht mehr“, erinnert sich Sabina.

Küken sind Nestflüchter und gehen nach dem Schlüpfen sofort eigenständig auf Nahrungssuche – anders die drei auffälligen Küken. Mit einer Rotlichtlampe wollte Sabina den kleinen Küken wieder neuen Lebensmut einhauchen. Sie hatte Glück. „Die Küken lagen gerade 15 Minuten unter der wärmenden Lampe als sie sich bewegten und zu piepen anfingen“, erinnert sich Sabina mit Tränen in den Augen.

Tick, Trick und – Bärbel

Inzwischen haben sich die Küken, die von Sabina auf Tick, Trick und Bärbel getauft wurden, gut erholt und weichen der Mutter Margot nicht von der Seite. Ein Bild für die Götter wenn die Henne mit ihrem Nachwuchs auf Wanderschaft geht und die anderen Hühner auf Abstand hält. Margot ist übrigens ein Grünleger. So werden Haushühner genannt, die Eier mit grüner bis türkisfarbener Eierschale legen. Für die grüne Farbe der Eier sorgt der Gallenfarbstoff Oocyan.

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