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Tippspiel
Matzner-Tochter "CCE Systemhaus" macht weiter
Für etwa 100 Mitarbeiter der Bissendorfer voestalpine-Tochter Matzner ist am Donnerstag der letzte Arbeitstag. Sie wechseln zum 1. Juli in eine Transfergesellschaft, die sie weiterqualifizieren und an neue Arbeitgeber vermitteln soll. Während sich das Aus für Matzner nicht abwenden ließ, behalten die 20 Beschäftigten der Matzner-Tochter "CCE-Systemhaus" ihre Jobs. Der IT-Dienstleister wird sich auf eigene Füße stellen.
Die 290 Mitarbeiter von Matzner werden in den nächsten Wochen nach und nach in die Transfergesellschaft wechseln. Gegenwärtig arbeitet der Bissendorfer Automobilzulieferer noch Aufträge ab, so dass erst Anfang September die letzten Mitarbeiter von der '"'BOB Transfer GmbH'"' mit Sitz in Essen übernommen werden. Deren Geschäftsführer Wolfgang Köbernik ist überzeugt, dass viele seiner Klienten schnell einen neuen Job finden werden.
'"'Matzner hat eine hochkompetente Mannschaft, die auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen hat'"', sagte Köbernik. Zumal die Mitarbeiter '"'zum Teil bundesweit aufgestellt'"' seien. Den Schwerpunkt ihrer Initiative wird die BOB freilich auf den regionalen Arbeitsmarkt setzen. Interesse ist offenbar vorhanden. '"'Ein großes Unternehmen aus dem Raum Osnabrück hat mich bereits angesprochen'"', verriet Köbernik. Um wen es sich handelt, ließ er sich nicht entlocken.
Regionale Träger sollen die Mitarbeiter in den nächsten Wochen und Monaten bei Bedarf fit für einen neuen Job machen. Welche Institutionen die Kurse anbieten, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Im Moment läuft das so genannte '"'Profiling'"' - Berater der BOB loten Stärken und Schwächen der Arbeitnehmer aus, um eine punktgenaue Qualifikation zu ermöglichen. Abhängig von der Kündigungsfrist bei Matzner haben die Mitarbeiter einen Anspruch auf vier bis zwölf Monate in der Transfergesellschaft. Damit verbunden ist ein Transferkurzarbeitergeld, das die Bundesagentur für Arbeit zahlt. Es beträgt etwa 80 Prozent des letzten Nettogehalts. Daneben trägt die Agentur einen großen Teil der Kosten der Transfergesellschaft.
Der Vorsitzende des Matzner-Betriebsrats gab unterdessen Einzelheiten des Sozialplans bekannt. '"'Im Durchschnitt erhalten die Mitarbeiter etwa ein halbes Monatsgehalt pro Berufsjahr als Abfindung'"', sagte Dirk Töpler. Die Beträge seien nach Aspekten wie Alter, Kinder, Anzahl der Jahre im Betrieb oder Behinderung abgestuft. Wegen der knappen Gesamtsumme (etwa vier Millionen Euro für 290 Mitarbeiter) legte der Betriebsrat 30000 Euro als Höchstbetrag fest.
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