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Zu teuer: Kein ECE-Center im Justizviertel
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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 11. Januar 2005 00:00 Uhr


Zu teuer: Kein ECE-Center im Justizviertel

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Der Plan, im Justizviertel ein großes Einkaufscenter zu bauen, hat sich offenbar zerschlagen. Das Finanzministerium in Hannover bestätigte gestern, dass die Verhandlungen mit dem Hamburger Projektentwickler ECE in eine Sackgasse geraten sind. Die Preisvorstellungen liegen zu weit auseinander.
'"'Die Gespräche ruhen'"', sagte der Sprecher des Liegenschaftsamtes, das dem Finanzministerium unterstellt ist. Er schließe nicht aus, dass irgendwann die Verhandlungen wieder aufgenommen werden könnten, so der Sprecher weiter, im Moment sei das aber nicht erkennbar. Der ECE-Plan sieht eine Verlagerung des gesamten Justizapparates mit Landgericht, Amtsgericht und Gefängnis an einen anderen Standort vor. Der Neubau würde eine zweistellige Millionensumme verschlingen, aufzubringen im Wesentlichen von ECE.

ECE hat inzwischen '"'die Priorität in der Bearbeitung verschoben'"', wie Jörg Wege sagt, für Osnabrück zuständiger Projektentwickler bei ECE. Es seien weiterhin drei Standorte in der Prüfung, das Justizviertel, der südliche Neumarkt (ehemals Wöhrl/Krüger) und das Haus Lengermann und Trieschmann (L+T) . Die Verschiebung der Prioritäten erklärt Wege so: Für das Justizviertel gebe es Vorentwürfe, jetzt müssten die Entwürfe für die anderen beiden Standorte auf denselben Stand gebracht werden, um vergleichen zu können. An ECE sei '"'aus Politik und Verwaltung'"' der Wunsch herangetragen worden, das Center kleiner oder woanders zu bauen. Der eine oder andere Vorschlag sei '"'ganz gut'"' und '"'überlegenswert'"' gewesen, so Wege.

Die Blicke konzentrieren sich auf den Jürgensort. Das Textilkaufhaus L+T plant einen großen Ausbau im Hinterhof. Die Flächen, die bis an die Hase reichen, sind in Besitz der Firma, die Änderung der Bebauungspläne ist auf den Weg gebracht. Das Wilhelmstift wird von der Herrenteichstraße an die Große Domsfreiheit umgesiedelt.

L+T-Chef Dieter Rauschen hat nach eigenen Angaben '"'vor Monaten schon'"' Gespräche mit ECE-Vertretern über eine etwaige Zusammenarbeit geführt. Das Hamburger Unternehmen habe aber '"'schreckliche Bedingungen'"' gestellt, die für ihn nicht akzeptabel seien, so Rauschen. Angedacht war, den L+T-Komplex zu einem Einkaufszentrum nach ECE-Muster zu erweitern. Dieser Plan ist offenbar vom Tisch.

Rauschen schwebt stattdessen eine Konzentration vor seiner Haustür in dem Dreieck Kamp/Woolworth-Komplex/L+T vor. Ein Glasdach über dem Jürgensort wäre eine optimale Verbindung zwischen Kamp und Großer Straße, meint Rauschen. Woolworth gehört das Eckgebäude am Jürgensort, das modernisierungsbedürftig ist. Auch die Betreiber der Kamp-Promenade drängen auf eine architektonische Aufwertung dieser Ecke, die das Haupttor von der Großen Straße zum Kamp bildet.

Die Deutsche Woolworth GmbH ist nach eigenen Angaben zu Investitionen bereit. '"'Wir machen uns Gedanken, was wir an dem Gebäude ändern können'"', sagte gestern Woolworth-Sprecher Wilfried Sauer. Es würden alle Alternativen geprüft - '"'vom Umbau bis zum kompletten Plattmachen und Neubauen'"', so der Sprecher wörtlich. Konkretes könne er zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen.

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