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Gregor Gysi: „Höchste Zeit für die Linke“
Meppen. Warum er nicht mit Philipp Rösler in einem Krankenhauszimmer liegen möchte, die SPD für ihn Pfeifen sind und das Betreuungsgeld ins 19. Jahrhundert gehört, erläuterte Gregor Gysi jüngst im Kolpinghaus in Meppen.
Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag warb in seiner Rede um die Zweitstimmen der emsländischen Wähler bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag. Dabei sparte er gewohnt scharfzüngig und schlagfertig nicht mit Bosheiten in Richtung der anderen Parteien. Die Entscheidungen von CDU, SPD, FDP und Grünen im Bundestag bezeichnete er als Konsenssoße. „Die Fraktionen sind sich immer einig, egal was die Bevölkerung will“, sagte Gysi beispielsweise zum Euro-Rettungspaket.
Süffisant nahm er sich nacheinander die politischen Themen vor: Leiharbeit, Studiengebühren, Energiewende und Atommülllager, Bundeswehreinsätze, Finanzmarkt, Rente und Gesundheitswesen.
75 Minuten lang erläuterte er die Denkansätze seiner Partei und bezeichnete die Linke als wichtigen Korrekturfaktor der Parteienlandschaft. Ihr Wiedereinzug als Oppositionspartei in den Landtag sei aus seiner Sicht zwingend notwendig. „Wir wollen nicht nur einen Personalwechsel, sondern einen Politikwechsel“, hielt er fest. Für seine markigen Sprüche erntete er immer wieder Lacher und Beifall der etwa 80 Zuhörer im Saal.
Auch die drei emsländischen Landtagskandidaten der Linken, Christian Oberthür (Papenburg), Heike Boldt (Meppen) und Karsten Stöber (Lingen), plädierten für mehr soziale Gerechtigkeit und Teilhabe.
Übrigens stellte Gysi noch klar, warum er sein Krankenzimmer nicht mit Rösler teilen möchte: natürlich einzig aus Sorge um den FDP-Politiker. Lacher. Augenzwinkern.
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