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Dorferneuerung: Der Wunschzettel der Gemeinde Werlte ist fertig
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Quelle: /Ems-Zeitung 01. Dezember 2012 11:51 Uhr

Planentwurf mit 27 Projekten

Dorferneuerung: Der Wunschzettel der Gemeinde Werlte ist fertig

Werlte. Die Gemeinde Werlte ist dabei, sich ein schönes neues Gewand anzulegen. Und sollte es sogar gelingen, die meisten der 27Dorferneuerungsprojekte auch in die Tat umzusetzen, dann stimmen auch die schmückenden Stickereien darauf. Über die Details des nun im Entwurf fertigen „Wunschzettels“, informierte Landschaftsplaner Richard Gertken am Donnerstag die Ratsausschüsse für Bauen und für Verkehr.

 
Nachdem die Handwerker den Eingangsbereich im Inneren des Rathauses neu hergerichtet haben, soll im kommenden Jahr auch vor dem Verwaltungssitz Hand angelegt werden.  Vergrößern

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Verkehrsausschussvorsitzender Heiner Jansen sprach anschließend von einem „sehr beeindruckenden Plan“, den die beiden Ausschüsse einhellig in das weitere Verfahren schickten. Das Maß genommen hatten ein eigens gegründeter Arbeitskreis (AK) unter dem Vorsitz von Wilhelm Bowe sowie der Unter-AK Hauptstraße . In fast 20 Sitzungen wurde überlegt, wo im Dorf etwas gemacht werden soll und welche Lösung dafür die richtige ist. Die Perspektive ist nun, dass bei der Umsetzung einzelner Projekte die Gemeinde aus dem Fördertopf Dorferneuerung kräftige Zuschüsse erwarten kann.

Im Mittelpunkt der Planung steht dabei die Hauptstraße im Ortszentrum, also der Abschnitt von der Loruper Straße bis zum Beginn der Oldenburger Straße. Bevor aber diese laut Gertken „Kernmaßnahme“ der Dorferneuerung angepackt werden kann, muss zunächst die „Schlüsselmaßnahme“ realisiert werden. Diese beinhaltet das Vorhaben, die Hauptstraße von Sögel kommend vorfahrtberechtigt in die Loruper Straße abbiegen zu lassen und den Abschnitt zwischen Kellerstraße und dem Kreisverkehr in der Loruper Straße neu zu gestalten. „Damit soll die Ortsmitte vom Durchgangsverkehr entlastet werden“, begründete Gertken diesen Ansatz. Dann könne in drei Abschnitten die Hauptstraße zurückgebaut werden. Ebenerdigkeit von Fahrbahn sowie Fuß- und Radwegen, Pflasterbauweise und Anlage von Grün stehen dabei im Mittelpunkt.

Im Entwurf findet sich auch das Werlte Center, das sich allerdings in Privatbesitz befindet. Dieser zurzeit im negativen Sinne das Ortsbild prägende Geschäftsgebäudekomplex mit reichlich Leerstand wäre laut Gertken „eigentlich nicht förderfähig“. Jedoch solle durch die Aufnahme in den Dorferneuerungsplan deutlich gemacht werden, dass es sich um eine „relevante Maßnahme“ für den Ort handele.

Weitere große Projekte sind die Neugestaltungen des Areals der St.-Sixtus-Kirche, des Schulhofs und Busbahnhofs, des Schulzentrums sowie des zentralen Geländes der Sportanlagen von Schützenverein und SV Sparta Werlte an der Sögeler Straße. Unter anderem ist hier vorgehen, das Schützenhaus neu zu verklinkern und mit einem Satteldach auszustatten.

Vorgezogen und damit vielleicht schon in Kürze in die Tat umgesetzt werden soll indes die Neuanlage des Rathausvorplatzes zum Marktplatz hin. Hier wird aktuell der Eingang des Rathauses neu gestaltet. Nach Darstellung von Erstem Samtgemeinderat Ludger Kewe sollen dafür Mittel aus der Dorferneuerung beantragt werden. Der Erfolg hänge allerdings maßgeblich davon ab, ob für das kommende Jahr Geld in dem Fördertopf vorhanden ist, das nicht abgerufen worden ist. „Die Chance steht 50:50, dass es klappt.“ Ist die Gemeinde erfolgreich, würde etwa die Hälfte der veranschlagten Kosten in Höhe von 116500 Euro zugeschossen. Durchgeführt werde die Vorplatzgestaltung im kommenden Jahr aber nur, wenn es zu einer Bewilligung komme.

In der Diskussion unter den Ausschussmitgliedern sorgte speziell ein Aspekt für Ratlosigkeit: die vier Stromverteilerkästen und die Transformatorstation an der Klinkerwand links des Rathauses. Sowohl die elektrischen Einrichtungen als auch die Wand würden Landschaftsplaner und Ratsherren am liebsten verschwinden sehen. Doch das würde horrende Kosten verursachen. Allein schon die Verlagerung der gemeindeeigenen Stromkästen an die EWE-Station würde laut Gertken zwischen 13000 und 15000 Euro kosten. Da Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis stehen würden, bleibt es an dieser Stelle bis auf Verschönerungsmaßnahmen wohl weitgehend beim Alten.

Landschaftsplaner Gertken kündigte an, dass parallel zum bald anlaufenden förmlichen Genehmigungsverfahren auch der gesamte Entwurf des Dorferneuerungsplanes im Internet veröffentlicht wird, wo auch jetzt schon die Protokolle der Arbeitskreissitzungen zu finden seien.



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