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iPad-Projekt an der Ludwig-Windthorst-Schule in Glandorf gestartet
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Quelle: /Neue Osnabrücker Zeitung 02. Oktober 2012 15:41 Uhr

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Heiko G. Sonntag, 07. Oktober 2012 16:16 Uhr

Bereicherung des Unterrichts

iPad-Projekt an der Ludwig-Windthorst-Schule in Glandorf gestartet

Glandorf. „Wenn sich das Projekt gut entwickelt, wird es auch auf andere Klassen übertragen.“ Dass dieses so sein wird, davon ist der Leiter der Ludwig-Windthorst-Schule in Glandorf, Matthias Wocken, überzeugt. Doch zunächst starten die siebten Klassen mit einem iPad im Unterricht.

 
Mit Eigenaufnahmen präsentieren die Schüler der siebten Klassen in Glandorf ihre iPads.Foto: Heinz Schliehe  Vergrößern

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Die Schule hatte die Eltern der Haupt- und Realschüler der siebten Klassen aufgerufen, ein iPad für ihre Kinder zu kaufen, natürlich freiwillig. Wie Wocken erklärt, brachten rund drei Viertel der Schüler nach den Sommerferien ein iPad mit in den Unterricht. Mit dieser Masse habe er nicht gerechnet. Fünf Geräte wurden zusätzlich von der Schule angeschafft, sodass jetzt fast alle Schüler ein solches Gerät haben.

Inzwischen wurden die Schüler in den Umgang mit diesen modernen Computern eingewiesen. Dazu gehörten auch das Fotografieren, das Abspeichern von Seitenansichten oder die Ansicht von Apple-TV ebenso wie das Schreiben von Texten oder Malvorgänge.

Es habe zwar auch eine Ausschreibung des Landes für die Einführung von iPads gegeben. Doch diese sei ihm zu reglementiert gewesen, so Wocken. Allerdings sei dadurch die Diskussion in der Schule in Gang gekommen. Da die Gemeinde in den Sommerferien die Schule komplett mit WLAN vernetzt habe, seien für die Nutzung der iPads keine SIM-Karten erforderlich. Das spare Geld. Die Nutzung sei dadurch aber auch sehr begrenzt. Alle Daten könnten auf einem Server in der Schule abgespeichert werden, und jeder Schüler habe eine eigene E-Mail-Adresse.

Und die heimische Wirtschaft sei begeistert gewesen, als sie von dem Projekt erfahren habe, betont Wocken. „Sie sieht darin den richtigen Weg.“ Denn auch Monteure würden heute schon häufig ein iPad einsetzen.

Man habe sich für das iPad von Apple entschieden, weil dieses wenige Bedienschritte aufweise und dadurch pflegeleicht sei, allerdings deswegen auch wenig flexibel, erläuter Wocken weiter.

Mit dem iPad-Projekt folge die Schule einem Trend. Man könne überall Apps aufrufen und überall Texte oder Bilder speichern, schildert Wocken die Gründe für die Einführung der Geräte. Natürlich habe er vorweg auch Befürchtungen vor einem Missbrauch gehabt. Aber es habe sich herausgestellt, dass die Schüler die Geräte in der Regel nur benutzten, wenn es auch etwas bringt.

Und da gibt es im Unterricht viele Möglichkeiten. Dazu gehörten auch die Hausaufgaben, so Wocken. Da alles auf dem Schulserver gespeichert sei, könnten die Lehrer hier alle Arbeiten nachschauen, auch von Zuhause aus. Und eine Korrektur könne sofort versandt werden. Im Unterricht selber könne die eine oder andere Arbeit eines Schülers auf dem großen Bildschirm angezeigt und zum Nutzen aller im Detail durchgesprochen werden. Außerdem könnten Texte oder Bilder auch mit Tönen unterlegt werden, wie zum Beispiel dem Ruf einer Eule, lobt Wocken die Einsatzmöglichkeiten. Und im Chemieunterricht könnten die Schüler zum Beispiel nachschauen, wo bestimmte Elemente herkommen.

Auch die Neue OZ unterstützt das Projekt. Sie stellt für die Schüler die E-Paper-Ausgabe der Zeitung zur Verfügung.



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  Leserkommentare

 
Heiko G., Sonntag, Oktober 7, 2012 um 16:16 Uhr Chancengleichheit Chancengleichheit an deutschen Schulen wurde in letzter Zeit viel diskutiert. In Glandorf zeigt man uns, wie nötig es ist diesen Missstand weiter zu diskutieren.

http://www.stern.de/wirtschaft/familie/studie-zu-chancengleichheit-deutsche-schulen-bekommen-eine-fuenf-1798487.html

Heute sind es iPads in Glandorf! Was solll in der Zukunft von den Eltern angeschafft werden? Sind es dann vielleicht eBook-Reader in der Grundschule oder vielleicht Notebooks in der Oberschule?? Gerade so wie es einem Lehrer beliebt und das wirklich alles freiwillig?? Aus meiner Sicht wäre mal eine anonyme Abstimmung in der Ludwig-Windthorst-Schule ohne Gruppenzwang sinnvoll, bevor noch andere Klassen von diesem Irrsinn betroffen werden. NOZ-Online könnte ja mal ein Voting zur Abstimmung ins Netz stellen.

Mein Respekt gilt den Eltern, die nicht einfach mitgeschwommen sind.

 
Andreas W., Donnerstag, Oktober 4, 2012 um 17:13 Uhr Fragen zu Ihrem obengenannten Bericht beschleichen mich doch einige Fragen :


1. Wie "freiwillig" ist die Anschaffung eines I-Pad wenn ein Lehrer zu dieser Anschaffung "aufruft" ?



2. Wieviele Eltern haben sich zu diesem Kauf "entschieden" um ihrem Kind die bestmögliche Ausbildung in der Ludwig-Windthorst- Schule zu ermöglichen , koste es was wolle. Und wie fühlen sich die Eltern/Kinder die sich das nicht leisten konnten oder aus berechtigten Gründen nicht wollten. Ist das die vielzitierte "Chancengleichheit" in unserem Bildungssystem ?



3. Da von Herrn Wocken sowohl das Fabrikat wie auch das Modell vorgegeben war , würde mich interessieren , ob er auch ähnliche Aufrufe an seine Lehrerkollegen macht , wenn sie sich zum Beispiel ein neues Auto kaufen möchten . (Wäre doch schön wenn auf dem Lehrerparkplatz nur das Modell: Golf TDI schwarz stehen würde)



4. Die NOZ stellt Ihre E-Paper-Ausgabe zur Verfügung . Stellt Sie diese Ausgabe ohne Werbung zur Verfügung ? Können auch andere privatwirtschafltliche Unternemen (z. B. Marlboro oder Herforder Brauerei) sich an dem Projekt beteiligen ?





Für einige Antworten wäre ich dankbar.



mit freundlichen Grüßen



Andreas Wernemann
Bad Rothenfelde

 
Stephan M., Mittwoch, Oktober 3, 2012 um 13:21 Uhr och Peter Hackenbusch von Ihnen hätte ich soziales Einfühlungsvermögen erwartet..
Es ist den Jungen und Mädchen auf dem Bild die sich keins leisten können wohl vollkommen gleich wie hoch die Entwicklungskosten und die Gewinne pro Pad sind.

Fragen Sie einfach mal eine Hartz IV Familie oder auch nur einen einfache Arbeiterfamilie wie die darüber denken und wovon Sie Ihrem Schulkind/ern ein oder zwei Pads kaufen können.

Wie wärs denn mit einfach mal ein wenig nachdenken und über den Tellerrand schauen?

P.S. Ich habe lediglich den Materialwert dokumentiert nicht mehr und nicht weniger, das ist keine Aufforderung gewesen um eine OT Diskussion um Entwicklungskosten eines tragbaren Bilderrahmens zu schreiben. :-)

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