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Offene Jugendarbeit soll gestärkt werden
Lengerich. In der Samtgemeinde Lengerich soll in Abstimmung mit der künftigen Oberschule und mithilfe von Zuschüssen ein weiterer Sozialpädagoge eingestellt werden. Dieser soll je zur Hälfte an der Schule im Bereich der Berufsorientierung und in der Gemeinde im Bereich der offenen Jugendarbeit tätig sein – Umfragen hatten hier Defizite ergeben.
So hatte eine von Studenten des Lingener Standortes der Hochschule Osnabrück durchgeführte Sozialraumanalyse in der Samtgemeinde Lengerich ergeben, dass es unter den Jugendlichen durchaus eine hohe Identifikation mit der Samtgemeinde und eine große Zufriedenheit mit den Freizeitangeboten vor Ort gibt. Laut dem betreuenden Hochschullehrer Prof. Dr. Joachim Thönnessen hätten Vereine und Cliquen noch eine große Bedeutung, es sei aber auch vereinzelt ein Rückzug ins Private festzustellen. Als Probleme benannte der Fachmann die Bereiche Alkohol (15 Prozent der 386 Befragten gaben an, schon mindestens einmal einen Vollrausch gehabt zu haben) und Gewalt (21 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen schon einmal Gewalt angetan wurde.)
Die aus der Studie abgeleiteten Handlungsempfehlungen umfassten neben der Schaffung eines Schul- und Gemeindesozialarbeiters den Erhalt des Schwimmbades als zentraler Treffpunkt und Lernort sowie die Wiederaufstellung des Bauwagens im Bürgerpark zur Stärkung der offenen Jugendarbeit auch nach 16 Uhr. Einstimmig beschloss der Rat schließlich, durch Einwerbung verschiedener Fördergelder die Einstellung eines Sozialpädagogen für diesen Bereich zu ermöglichen.
Einstimmig fiel auch die Entscheidung, im laufenden und im kommenden Haushaltsjahr jeweils 10000 Euro Eigenmittel zur Anschaffung von fünf digitalen Tafeln für den Bereich der Klassenstufen fünf bis zehn in der Oberschule zur Verfügung zu stellen (siehe weiteren Bericht auf dieser Seite).
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