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Kommentar: CDU sollte Position korrigieren
Lingen. Was mag die Lingener CDU nur geritten haben, ausgerechnet im Zusammenhang mit ihren jüdischen Ehrenbürgern zu diskutieren, ob Vornamen nun auf ein Straßenschild oder den Adresskopf passen oder nicht.
In der Stadt gibt es Beispiele für beide Varianten, für Straßenbezeichnungen mit und ohne Vornamen von Bürgern. Bei Bernard Grünberg und Ruth Foster darf es aber gar keine „Varianten“ geben. Als ob es hier um praktische Fragen der Breite eines Stücks Blech oder Briefumschlages gehen würde und nicht vor allem darum, an zwei Menschen zu erinnern, die mit den dunklen Kapiteln der Lingener Stadtgeschichte verbunden sind. Die aber auch mit der Annahme der Ehrenbürgerschaft ein Zeichen der Versöhnung mit der Stadt Lingen gesetzt haben. Und da macht es schon einen Unterschied, ob lediglich ihr Nachname eine Adresse wiedergibt oder eben auch der Vorname, der die Person und ihre Biografie erst unverwechselbar macht.
Die Betroffenheit, die aus dem Brief des Forums Juden-Christen an Oberbürgermeister Krone deutlich herauszulesen ist, ist deshalb verständlich. Der Vorschlag der Bürgernahen, in der Ratssitzung am kommenden Donnerstag noch keine abschließende Entscheidung zu treffen, sondern erst im Juli, macht Sinn. Richtig ist aber auch: Die Debatte sollte im Sinne der beiden jüdischen Ehrenbürger schnellstmöglich beendet werden, bevor sie weiteren Schaden verursacht.
t.pertz@lingener-tagespost.de
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Aber was Menschen geritten hat einen derartigen Aufwand betreiben zu wollen ganze Straßenzüge zum Vorschlag einer Namensänderung zu machen, wobei zig Anwohner auf Grund einer möglichen Umbenennung ihre komplette Adressanschrift bei unzähligen Institutionen ändern müssten, verstehe ich nicht!
Logisches Denken war hier nicht am Platz!
Wenn man so ein Anliegen äußert dann bitte für alle Straßennamen denn sonst schaft man zwei Klassen und schürt Dinge die man nicht schüren will oder ist z.B. der Name des Preußen Gerhard von Scharnhorst nicht einen vollen Wortlaut wert?
Es ist schade das sich in unserer Gesellschaft immer nur eine Seite empört denn Leid gab es zu diesen Zeiten mehr als genug und überall!
Zudem ist es ja korrekt das diese Personen in einer kleinen Erklärung unterhalb des Straßennamens gewürdigt werden!
Ich hätte da auch noch zwei Vorschläge: Oskar Schindler und John Rabe. Aber ich wette den zweiten Namen kennt kaum einer in Deutschland!
Das Problem liegt am Ende darin, wo man die Grenzen ziehen soll wem so eine Bezeichnung zusteht denn diese beiden Menschen sind ja nicht die einzigen Ehrenbürger unserer Stadt oder?
In diesem Sinne hoffe ich das diese Debatte zu einem ordentlichen Ergebnis führt das für alle Beteiligten akzeptabel ist.