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Tippspiel
Bürgermeisterwahl in fünf emsländischen Kommunen
Am morgigen Sonntag ist Europawahl. 227576 Emsländer können sich daran beteiligen. Ganz besonders werden sich die Blicke an diesem Tag nach Haselünne und Twist sowie nach Lathen, Dörpen und Spelle richten. Hier wird auch der hauptamtliche Bürgermeister gewählt.
In Haselünne schickt die CDU den 34-jährigen Diplom-Verwaltungswirt Werner Schräer aus Gersten ins Rennen. Gerd Sandhaus (50) war in früheren Zeiten ehrenamtlicher CDU-Bürgermeister. Der Diplom-Betriebswirt kandidiert als '"'Einzelvorschlag Sandhaus'"'. Schließlich bemüht sich unter der Flagge der SPD der 56-jährige Leitende Regierungsschuldirektor Rolf Hopster um den Posten im Rathaus.
Während in Haselünne eine Stichwahl nicht ausgeschlossen ist, die dann notwendig wird, wenn nicht einer der drei Kandidaten mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen erhält, wird es in den übrigen Gemeinden morgen Abend auf jeden Fall ein Ergebnis geben. In Twist werden beiden Bewerbern Chancen eingeräumt: Diplom-Finanzwirt Reinhard Ahlers, Jahrgang 1963, tritt für die CDU an. Ernst Schmitz, Verw.-Dipl.-Angestellter, Jahrgang 1958, tritt als Einzelwahlvorschlag gegen Ahlers an.
In Lathen geht der amtierende Samtgemeindedirektor Karl-Heinz Weber (52) für die CDU ins Rennen; für die SPD kandidiert der pensionierte Polizeibeamte Manfed van Berkum (53).
Wenig Spannung verspricht die Wahl in Dörpen, wo als einziger Kandidat der 49-jährige Erste Samtgemeinderat Hans Hansen (CDU) auf dem Stimmzettel zu finden ist. Auch in Spelle gibt es mit dem 45-jährigen stellvertretenden Samtgemeindedirektor Bernhard Hummeldorf (CDU) nur einen Bewerber um den Posten im Rathaus.
Bei der Europawahl ist die Bewerberliste dagegen lang: Sie enthält 22 Parteien; nur einer einzigen darf der Wähler die Stimme geben!
Die CDU tritt mit einer Niedersachsenliste an, alle anderen Kandidaten haben sich in bundesweiten Listen zusammengeschlossen: SPD, Grüne, FDP, PDS, Republikaner, Tierschutzpartei, die Grauen, NPD, die Partei bibeltreuer Christen, die Feministische Partei die Frauen, die Ökologisch-demokratische Partei, Christliche Mitte, Bürgerrechtsbewegung Solidarität, Zentrum, Bündnis für Deutschland, Aktion unabhängige Kandidaten, Aufbruch, DKP, Deutsche Partei, Familien-Partei Deutschlands und PSG hoffen auf das Kreuzchen des Wählers.
Bei der letzten Europawahl vor fünf Jahren erhielt die CDU 71,3 Prozent aller Stimmen. Auf die SPD entfielen damals 21,9 Prozent, auf die Grünen 2,7 und auf die FDP 1,8. Der Rest ging an die '"'Sonstigen'"'. Die Wahlbeteiligung lag seinerzeit bei nicht mehr als 46,6 Prozent.
Gewählt werden kann morgen in 334 Wahlbezirken im Kreisgebiet; 1999 lag die Zahl der Wahlbezirke bei 322. In die Wahlverzeichnisse im Emsland sind neben den 227576 Emsländerinnen und Emsländern - dies sind fast 9000 mehr als vor fünf Jahren - auch 195 nicht deutsche Unionsbürger eingetragen.
Bis gestern hatten bereits 6500 Personen per Briefwahl ihr Kreuzchen abgegeben.
Aus dem Kreishaus in Meppen verlautete am Nachmittag zuversichtlich, damit werde die vor fünf Jahren registrierte Zahl von 7500 Briefwählern voraussichtlich noch erreicht.
Landrat Hermann Bröring appellierte an die Bürger, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Europa werde '"'im Alltagsgeschäft immer wichtiger'"'. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Allein im Kreishaus werden morgen Abend über 100 Wahlhelfer im Einsatz sein.
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