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Wissenschaftsministerin Wanka will bildungsferne Schichten in die Hochschulen locken
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Wissenschaftsministerin Wanka will bildungsferne Schichten in die Hochschulen locken
Wissenschaftsministerin Wanka will bildungsferne Schichten in die Hochschulen locken
Osnabrück. Im Januar 2013 stehen die nächsten Landtagswahlen in Niedersachsen an. Die Christdemokraten möchten die Basis an der Gestaltung des Wahlprogramms beteiligen. Neun Themenkongresse sollen Parteimitgliedern und interessierten Bürgern die Gelegenheit bieten, über festgelegte Themen zu diskutieren. In der Osnabrückhalle fand die dritte von neun Veranstaltungen statt, hier standen die Themen Wissenschaft und Forschung im Mittelpunkt. Niedersachsens Wissenschaftsministerin Johanna Wanka und Bundesbildungsministerin Annette Schavan nahmen beim „Niedersachsen-Forum 2020“ der CDU auf dem Podium Platz.
Noch sei die Zahl der Studienanfänger in Niedersachsen konstant, erläuterte Wanka. Doch nach 2020 werde sich der demografische Wandel auch an den Hochschulen mit sinkenden Studentenzahlen widerspiegeln. „Wir müssen schon jetzt etwas tun, um bildungsferne Schichten und Migranten zu gewinnen“, sagte die Wissenschaftsministerin. Dafür setze sie auf die „offene Hochschule“, was bedeute, dass eine abgeschlossene Berufsausbildung für ein Studium ausreiche und nicht zwangsläufig ein Abitur notwendig sei. Kritik kam in diesem Punkt aus dem Publikum, das die Veranstaltung auch über einen Live-Stream im Internet verfolgen konnte. Ob denn das Abitur bald gar nichts mehr wert sein werde, fragte ein Mann per E-Mail. „Wenn eine Arzthelferin Medizin studieren will, hat sie doch mehr Einblick in den Beruf gehabt als ein Schulabgänger“, erwiderte Wanka. Um ein Studium auch für Berufstätige möglich zu machen, müsste das Lehrangebot an den Hochschulen auf die Abendstunden und das Wochenende ausgeweitet werden, so Wanka weiter.
Studium ohne Abitur
Bundesbildungsministerin Schavan forderte, es müsse beim Lehramtsstudium einfacher werden, zwischen den Bundesländern zu wechseln. „Leistungsnachweise müssen überall anerkannt werden.“ Außerdem lobte sie die niedersächsischen Studiengebühren. „Ich gehöre weiter zu denjenigen, die für diese Gebühren einstehen.“ Johanna Wanka gab bei dieser Gelegenheit zu bedenken, dass ein Kindergartenplatz heute weitaus teurer sei als ein Studium und für Letzteres auch Kredite in Anspruch genommen werden könnten. „Aber das nehmen komischerweise nur weniger als zehn Prozent der Studenten wahr.“
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http://sciencefiles.org/2012/06/18/der-missbrauch-bildungsferner-schichten-ein-kommentar/