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Popsalon: Entdecker-Festival in Osnabrück mit überzeugenden Auftritten an drei Orten
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Stars von morgen überzeugten schon jetzt

Popsalon: Entdecker-Festival in Osnabrück mit überzeugenden Auftritten an drei Orten

Osnabrück. Von avantgardistischem Elektro- über klassischen Synthie-, internationalen Singer/Songwriter- und Chanson-Pop bis hin zum unkonventionellen Rap: Auch im dritten Jahr des Osnabrücker Entdecker-Festivals war wieder vieles und viel Verschiedenes „popsalonfähig“.

 
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Einsatz bis zum Letzten: Die Band „Scene Writer“ lieferte eine eindrucksvolle Show. Foto: Swaantje Hehmann In Aktion: die Band Jack Beauregard. Foto: Swaantje Hehmann Volles Haus beim Popsalon. Foto: Swaantje Hehmann Sängerin Rike Kinnemann von Mimi Crie. Fotos: Swaantje Hehmann Treibende Beats im Popsalon. Mimi Crie kamen aus Würzburg. Licht uns Sound im Popsalon. Das geht in die Beine und in den Kopf. Recht hat der Mann an der Gitarre. Ein bisschen Frieden? Ein bisschen Freude Begeisterte Fans.

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Mit popmusikalischen Leckerbissen und mitunter ungewöhnlichen Zutaten und Mischungen wurden die Tische reichlich gedeckt an drei aufeinanderfolgenden Abenden in den drei verschiedenen Locations des spätestens jetzt im dritten Jahr etablierten Entdecker-Festivals, auf das sich interessierte Popmusik-Liebhaber verlassen können, wenn es darum geht, vielversprechende Newcomer-Acts in Club-Atmosphäre zu erleben, bevor sie größere Hallen füllen. Im letzten Jahr waren es vor allem Boy und Kraftclub, die danach für Furore sorgten. So darf man gespannt sein, wer diesmal groß rauskommt aus dem Osnabrücker Popsalon.

Aussichtsreiche Kandidaten gab es neben bereits bekannteren Publikumsmagneten wie dem Berliner Elektro-Folk-Trio Bodi Bill oder dem Hamburger Alleinunterhalter Olli Schulz jedenfalls zur Genüge. Am Freitagabend etwa reichte der gelungene musikalische Spagat von drei jungen dynamischen Krawattenträgern namens Brandt Brauer Frick, die in der Lagerhalle eine gute Dreiviertelstunde lang nonstop hypnotisch hämmernde House-Beats ohne Worte lieferten, über den vom jungen thüringischen Duo Captain Capa mit Keyboard, Drum-Kit, Deko-Gitarre und Stimmverstärker kraftvoll und treibend im Achtzigerjahre-Stil zelebrierten Synthie-Pop und den gefällig sanften und melodiösem Standard-Mid-Tempo-Pop von Jack Beauregard im mitternächtlichen Glanz & Gloria bis hin zum erst 19-jährigen Internet-Rap-Phantom Cro, den man in der Kleinen Freiheit erleben durfte.

Dort wurde auch am Samstag noch einmal ein abwechslungsreiches Pop-Menü in drei Gängen serviert, während im „Glanz“ mit Effi aus Österreich und Julia Marcell aus Polen gepflegter internationaler Songwriter-Pop auf dem Programm stand. Dass alle drei Nachwuchs-Bands aus Deutschland stammen, war in der „Freiheit“ nicht immer offensichtlich. Die regionale Musik-Küche wurde mal mit britischen Gitarren- oder Elektro-Pop-Elementen und mal mit einer Prise französischem Chanson veredelt.

Den Anfang machten die mit dem diesjährigen „John Lennon Talent Award“ ausgezeichneten Scene Writers, ein auch live überzeugendes Quartett, das zwar am Deutschen Eck in Koblenz beheimatet ist, die angelsächsischen Wurzeln aber hörbar und gekonnt in seinen melodiebetonten Gitarrenpop mit einfließen lässt. Mimi Crie, die aus Würzburg inzwischen in Osnabrück gelandet sind, lieferten zwar von Sängerin Rike Kinnemann mitunter recht prätentiös vorgetragene deutsche Texte. Ihre drei Mitstreiter aber setzten pointierte musikalische Akzente, wie man sie aus französischen Chansons kennt.

In scharfem Kontrast dazu standen schließlich I Heart Sharks, ein Berliner Trio, das auf „schmutzige“ Weise hymnische Britpop-Melodie-Schleifen und harte Elektropop-Standards so kombiniert, dass dabei ein pathetisch gebrochener Disco-Stil herauskommt. Und das Publikum in der Kleinen Freiheit in eine Trance-artige Tanzwut versetzte. „Und wir machen neue Geschichte“ lautete die einzige deutsche Textzeile. Thematisch passender hätte der fulminante Schlussakkord für den diesjährigen Popsalon kaum sein können.


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