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Zäune dürfen nicht zu dicht an der Straße stehen - An manchen Stellen bis zu 5400 Kröten
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Quelle: pm /Meller Kreisblatt 09. März 2012 15:26 Uhr

Wanderstellen werden abgesichert

Zäune dürfen nicht zu dicht an der Straße stehen - An manchen Stellen bis zu 5400 Kröten

Melle. Auch in Melle gibt es zahlreiche Krötenwanderstellen. Die längste befindet sich mit ca. 1000 m in Oldendorf an der Osnabrücker Straße. Demzufolge werden dort auch die meisten Amphibien aufgesammelt – durchaus bis zu 5000 Stück.

 
Molche und Erdkröten im Eimer. Zäune werden aufgestellt, um die Amphibien zu schützen. Foto: privat  Vergrößern

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Weitere Sammelstellen befinden sich am Knapsbrink, der Altenmeller Straße, Galbrinkstraße, Holster Straße, Nordenfelder Weg, Palsterkamp, Rahdenstraße, Vessendorfer Straße, Suttorfer Straße, Schlochterner Weg und Holterdorfer Straße.

Der größte Teil der unerlässlichen Krötenzäune wird seitens der Stadt aufgebaut. Aber auch die engagierten Krötensammler bauen an manchen Stellen selbst auf. Dabei sind einige Besonderheiten zu beachten. So darf zum Beispiel der Zaun nicht zu dicht an der Straße stehen, da der Fahrtwind vor allem von Lastkraftwagen den Aufbau umwerfen kann.

Notwendig sind Plastikeimer, die direkt am Zaun in die Erde eingelassen werden, damit die Amphibien nicht zum Ende des Zaunes wandern und dort die Straße queren, sondern „in die Falle gehen“.

Knifflig ist oft, den richtigen Zeitpunkt zwischen Frost und warmem Regen zu treffen, um die annähernd vier km Krötenzäune in die Erde zu bekommen.

In der Wanderzeit stehen gut 20 freiwillige Privatleute frühmorgens und abends in Warnweste an den Straßen und sammeln die Kröten ein. So landen in Melle mehrere Tausend Erdkröten, aber auch Teichfrösche, Berg- und Teichmolche sowie auch Grasfrösche sicher in ihren Teichen.

Zurzeit wandern aber noch überwiegend männliche Einzeltiere in eher geringer Anzahl.

Erst wenn es auch nachts deutlich wärmer wird, erwarten die Sammler den „großen Schwung“ einschließlich der sogenannten „Doppeldecker“ – dabei sitzt ein Männchen bereits auf seinem auserkorenen Weibchen und lässt sich von ihr zum Laichgewässer tragen.



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