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Osnabrücker gedenken der Opfer rechtsextremer Gewalt
rll/yjs Osnabrück. Eine Minute war es fast still vor dem Rathaus. Etwa 500 Menschen haben sich am Donnerstag um 12 Uhr auf dem Markt versammelt, um schweigend der Opfer rechter Gewalt zu gedenken. Auch in etlichen Schulen, den größeren Betrieben und Behörden folgten viele Menschen dem Aufruf zur Schweigeminute. Auch Bussen standen vielerorts still.
Zum Rathaus waren vor allem Mitarbeiter der Stadtverwaltung gekommen, einige in ihrer orangefarbenen Dienstkleidung der Stadtreinigung. Ein buntes Bild gaben auch Männer, Frauen und Kinder verschiedener Altersgruppen und Hautfarben ab, die sich dem Aufruf von Oberbürgermeister Boris Pistorius angeschlossen hatten.
Das Stadtoberhaupt stellte sich vor die Versammelten und sprach einige Sätze der Trauer und des Mitgefühls. „Wir alle waren erschüttert“, erklärte Pistorius zu der Terrorserie, die erst in den vergangenen Monaten aufgeklärt wurde. Die Schweigeminute sei ein guter Augenblick, um den Angehörigen der Gewaltopfer das Mitgefühl auszudrücken und um die tiefe Verachtung gegenüber den rechtsextremistischen Tätern zum Ausdruck zu bringen. Mit einem Appell zu Toleranz endete die kurze Ansprache.
Eine Minute lang waren auf dem Markt nur die Kirchenglocken im Hintergrund zu hören, zwischendurch drang durch, dass die Kinder über das Pflaster rannten und ungeachtet der feierlichen Stimmung ihre Späße machten.
Auch die Stadtwerke beteiligten sich an der Schweigeminute, so auch der Busverkehr. Um 12 Uhr verzögerte sich der Ablauf am Neumarkt für eine kurze Zeit. Zahlreiche Busse blieben an den Haltestellen stehen, stellten teilweise die Motoren ab. Aus den Lautsprechern hieß es, dass nun in einer Schweigeminute den Opfern rechtsextremer Gewalt gedacht werde. Diese war bereits kurz vorher über die Bildschirmnachrichten angekündigt worden.
In den Bussen schenkten die Fahrgäste der Ansage ihre Aufmerksamkeit, tatsächlich ist es in einem beobachteten Bus still. „Ich halte das für ein gutes und sinnvolles Signal“, sagte ein Busfahrer der Linie S21 – selbstredend im Anschluss an die Schweigeminute. Nach den sechzig Sekunden ging am Neumarkt alles wieder seinen normalen Gang. Die vielen Busse setzten sich lautstark in Gang.
Wie und wo haben Sie an der Schweigeminute teilgenommen? Zu Hause, im Betrieb, in der Stadt? Schildern Sie uns, wie Sie die Schweigeminute erlebt haben. Dafür können Sie die Kommentarfunktion dieses Artikels nutzen, oder Sie schreiben eine E-Mail an unseren Redakteur Rainer Lahmann-Lammert (rll@noz.de). Ausgewählte Kommentare können in die Berichterstattung unserer Zeitung einfließen.
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Warum sollte mich das ärgern?
auch keine Unterschiede machen, zwischen links und rechts
motivierter Morde.
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So sollte es sein...
Du kennst ja meinen Lieblingsclub - deswegen muss ich jetzt vor die Glotze...
Bis dann...