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Osnabrücker Straße in Vörden wird zum Nadelöhr der Dorferneuerung
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Osnabrücker Straße in Vörden wird zum Nadelöhr der Dorferneuerung
Osnabrücker Straße in Vörden wird zum Nadelöhr der Dorferneuerung
Neuenkirchen-Vörden. Die Osnabrücker Straße (L76) im Vördener Ortskern bleibt im Zuge der Dorferneuerung eine große Herausforderung. Mögliche Gestaltungsvarianten stellte Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses vor.
Wie der Amtsleiter erklärte, ist die Gemeinde nur für die Nebenanlagen der Landesstraße zuständig. Die bereiten aber bereits einiges Kopfzerbrechen, auch wenn es zunächst nur um einen knapp 250 Meter langen Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr und der Campemoorstraße geht.
Bei einem ersten Abstimmungsgespräch mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der Verkehrssicherheitskommission des Landkreises Vechta und dem Planungsbüro aus Wallenhorst seien verschiedene Varianten erörtert worden, berichtete Rolfsen. Es gelte, die rechtlichen Rahmenbedingungen mit den örtlichen Gegebenheiten möglichst gut in Einklang zu bringen. „Oberstes Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer“, sagte der Bauamtsleiter.
Die größte Hürde ist die begrenzte Breite, die zwischen den Häusern für eine Umgestaltung zur Verfügung steht. So sei beispielsweise ein beidseitiger Geh- und Radweg aus Platzgründen nicht zu realisieren. „In Ortsdurchfahrten gehören Radfahrer grundsätzlich auf die Fahrbahn“, zitierte Rolfsen die behördlichen Vorgaben. Von dieser Regel solle in Vörden zugunsten der Sicherheit abgewichen werden. Deshalb wurde auch ein sogenannter Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn verworfen.
Denkbar ist aus Sicht der Verwaltung, dass der nördliche Fußweg größtenteils in seiner Breite belassen wird. Eine Ausnahme könnte der Bereich vor der Gaststätte Wellmann bilden, der bislang das schmalste Nadelöhr darstelle und deutlich verbreitert werden solle. Auf der restlichen Strecke reiche es dann, das Pflaster auszutauschen und in diesem Zuge gleich die Versorgungsleitungen zu erneuern. Dass der Bordstein nicht versetzt werden müsste, wäre „auch aus Kostengründen“ ein Vorteil. Der Gehweg könne als Wahlmöglichkeit für Radfahrer freigegeben werden.
Auf der südlichen Straßenseite will die Gemeinde nicht auf den bestehenden Parkstreifen verzichten. Zudem soll dort ein fast durchgängig drei Meter breiter, kombinierter Fuß- und Radweg entstehen. Der benötigte Platz werde dadurch erreicht, dass unter Berücksichtigung der Mindestbreite von 6,50 Metern „ein Meter von der Fahrbahn abgeknabbert wird“, stellte Rolfsen zur Debatte.
Bernhard Wessel (CDU) lobte die „sehr guten Überlegungen“ der Verwaltung, hatte aber „Bedenken, dass das mit einer Straßenbreite von 6,50 Metern wirklich funktioniert“. Der landwirtschaftliche Verkehr und abbiegende Lkw aus der Campemoorstraße könnten an diesen Maßen scheitern, sodass über Bürgersteige gefahren werde. Parteifreund Patrick Tiesmeyer pflichtete Wessel bei: „6,50 Meter hört sich nach viel an, aber wenn man im Lkw sitzt, ist das nicht viel“, verwies er darauf, dass Fahrzeuge nicht mit zentimetergenauem Abstand am Bordstein entlangfahren würden. Ein breiterer Gehweg sei zu begrüßen, aber das Nadelöhr bei der Gaststätte Wellmann „ist schon eng“ und würde mit einer Änderung zu einer „verdammt engen Kiste“, sagte auch Andreas Frankenberg (SPD).
Ausschussvorsitzender Bernard Schulte (CDU) verwies auf die vorgegebenen Mindestrichtwerte, die eingehalten würden. „Die Straße wird beengter“, bestätigte Jürgen Rolfsen. Es gebe aber räumlich und rechtlich bedingt „gewisse Zwänge“, und die Politik müsse in diesem Rahmen abwägen, ob sie dem Verkehr oder Fußgängern und Radfahrern mehr Platz einräumen wolle. Der Ausschuss beauftragte die Gemeinde, sich noch einmal Gedanken über die Kreuzungsgestaltung bei der Campemoorstraße zu machen. Im Gemeinderat wird die Dorferneuerung am 6. März ein Thema sein.
Eine dauerhafte Lösung des Verkehrsproblems wäre eine Ortsumgehung. Nach der SPD hat auch die CDU einen Antrag dazu eingereicht, berichtete Rolfsen. Darin sei vorgesehen, 10000 Euro in den Haushalt einzustellen, um die Planungen voranzutreiben.
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