·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
„Keine Probleme“ mit Anzeigen der Stadtwerke Bramsche
Bramsche. Fallen auch die Anzeigen der Bramscher Stadtwerke im SPD-Blatt „Bramsche im Blickpunkt“ in die Kategorie „Werbung in der Grauzone“, die von der Anti-Korruptions-Organisation „Transparency International“ kritisiert wird? Die Beteiligten wiesen den Vergleich mit den Anzeigen des Landkreises Osnabrück in der Mitgliederzeitung der Landes-CDU weit von sich.
Wie auf der Seite Osnabrücker Land berichtet, hat der Landkreis in der Mitgliederzeitschrift der Landes-CDU zwischen 2005 und 2010 insgesamt sechs ganzseitige Anzeigen geschaltet. Die Stadtwerke als hundertprozentige Tochter der Stadt Bramsche inserieren regelmäßig in der SPD-Zeitschrift „Bramsche im Blickpunkt“. Doch damit höre die Vergleichbarkeit schon auf, findet Wolfgang Kirchner, der als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bramsche das Blatt verantwortet.
Zum einen werde „Bramsche im Blickpunkt“ an alle Haushalte in der Stadt, und nicht wie das CDU-Heft nur an Mitglieder verteilt. Zum anderen könne bei den Preisen für die Anzeigen gar nicht erst der Verdacht aufkommen, hier würde über überteuerte Rechnungen die Partei alimentiert. „Da kommen maximal ein paar Hundert Euro pro Jahr zusammen“, betont Kirchner. Allein das sei „ein himmelweiter Unterschied“ zu den 12000 Euro, die der Landkreis Osnabrück für eine einzige Anzeige zum Thema Varusschlacht gezahlt habe.
Die Stadtmarketing GmbH, ebenfalls eine städtische Tochtergesellschaft, bei der Kirchner als Geschäftsführer beschäftigt ist, habe in den 15 Jahren ihres Bestehens „keine einzige Anzeige“ in „Bramsche im Blickpunkt“ geschaltet, stellte Kirchner klar. Im Übrigen sei die Frage von Anzeigen in Parteiveröffentlichungen in Bramsche vor Jahren schon ausdiskutiert worden. „Wir nehmen uns von der jetzigen Kritik nichts an“, betonte Kirchner.
„Überhaupt kein Problem“ mit den Stadtwerke-Anzeigen im SPD-Blatt hat Gert Borcherding als Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes. Das sei ein Wirtschaftsunternehmen, das auf diesem Wege seine Kunden erreichen könne. Bei der Bramscher CDU können die Stadtwerke keine Anzeigen schalten: Das Informationsblatt für die Mitglieder werde ohne Werbung erstellt, erklärte Borcherding. Informationen an alle Haushalte verteile die Bramscher CDU nur zu Wahlzeiten.
Für die Stadtwerke erklärte der technische Leiter Frank Schulte, das Budget werde möglichst gerecht auf lokale Veröffentlichungen, auch von Vereinen, verteilt.
Anti-Korruptions-Initiative: CDU-Anzeigen grundsätzlich zu beanstanden
Osnabrück. Die öffentliche Hand darf Parteien nicht mit Spenden unterstützen. Das ist gesetzlich geregelt. Es gibt allerdings eine Grauzone, die vor... mehr
Preis für Bramsche kommt kommt zur rechten Zeit
be Bramsche. Eine wertvolle Auszeichnung zu einem perfekten Zeitpunkt: Der Preis im Wettbewerb „Ab in die Mitte“ kommt Geschäftsführer Wolfgang... mehr
Bramscher City-Offensive wird erneut belohnt
be Bramsche. Zum dritten Mal profitiert die Stadt Bramsche von Fördermitteln der City-Offensive Niedersachsen: Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg... mehr
Mehr Lokales











