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Viele Straftaten im Umfeld des Emsbürener Rosenmontagsumzugs
Lokales

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Quelle: pm/Lingener Tagespost 22. Februar 2012 15:02 Uhr

Polizei übt Kritik an Supermärkten

Viele Straftaten im Umfeld des Emsbürener Rosenmontagsumzugs

Emsbüren. Der Rosenmontagsumzug in Emsbüren ist wesentlich weniger ruhig verlaufen als zunächst gemeldet. Aufgrund eines Übermittlungsfehlers hatte die Polizei am Dienstag den Verlauf des Umzuges zunächst als verhältnismäßig ruhig dargestellt. Das treffe auf den eigentlichen Umzug zu, nicht jedoch auf das Geschehen im Umfeld, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

 
Friedlich war es beim Rosenmontagsumzug in Emsbüren nicht überall. Foto: Mike Röser  Vergrößern

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Insgesamt wurden zwölf Körperverletzungen, vier Sachbeschädigungen, mehrere aufgrund des Alkoholkonsums hilflose Personen und sonstige Einsätze wie Ruhestörungen oder randalierende Personen registriert.

Auffällig sei insbesondere der hohe Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener gewesen, die an dem Umzug kaum Interesse gezeigt hätten. Problematisch waren nach Darstellung der Polizei die unterschiedlichen Öffnungszeiten der Supermärkte. Während einige bereits um 13 Uhr geschlossen gewesen seien, wollten andere laut Polizei offensichtlich noch den Karnevalsumsatz mitnehmen. So habe einer der Supermärkte in diesem Jahr erstmalig am Nachmittag seine Geschäftsräume geöffnet. Der Nachschub alkoholischer Getränke sei so bis zum Geschäftsschluss um 20 bzw. 21 Uhr gesichert gewesen.

Alkoholvergiftungen

Besonders auf dem Lidl-Parkplatz an der Bahnhofstraße kam es laut Polizei zu mehreren Schlägereien und Sachbeschädigungen. Dort wurde bei einem 17-jährigen Straftäter gegen 17 Uhr ein Alkoholwert von 1,8 Promille und bei einem 20-Jährigen 2,0 Promille festgestellt. Zwei junge Mädchen, davon eine 15-Jährige, wurden mit Alkoholvergiftungen in Krankenhäuser eingeliefert.

Der Parkplatz war laut Polizei nach der Veranstaltung mit Scherben und sonstigem Müll übersät. Nachbarn hätten sich über in die Vorgärten und an Zäune urinierende Personen beklagt.


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