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Probleme mit der EU in Kettenkamp
Ankum/Kettenkamp. Je globaler mittelständische Firmen agieren, desto belastender kann EU-Bürokratie für sie sein. Auf seiner Erkundungstour durch die Samtgemeinden Bersenbrück stieß Dr. Horst Baier auf ein Beispiel.
Wie der Kandidat für den Bürgermeistersessel der Samtgemeinde Bersenbrück per Presseerklärung mitteilt, habe er verschiedene Betriebe besucht. Auf Vermittlung des SPD-Kreistagsabgeordneten Werner Lager hätte sich Baier zusammen mit dem SPD-Europaabgeordneten Matthias Groote die Sorgen der Firma ARO Artländer GmbH Bettwaren in Bezug auf neue EU-Verordnungen angehört. Geschäftsführer Karl Rosenstengel berichtete über negative und nicht nachvollziehbare Auswirkungen von geplanten EU-Verordnungen auf seine Branche. Groote sagte Unterstützung zu und bedankte sich für das praktische Beispiel für eine EU-Regelung, die mittelständischen Unternehmen schadet und den Bürgern auch nicht mehr zu vermitteln ist.
Anschließend erfolgte eine Besichtigung des Parks am Ankumer See. Hubert Meyer, bis vor Kurzem SPD-Vertreter im Ankumer Gemeinderat, erläuterte die Umgestaltung, die zu hoher Attraktivität des Sees geführt habe.
Baier informierte sich zusammen mit Vertretern der Grünen im Ankumer Gemeinderat, Ralf Gramann und Florian Brinkmann, über die Entwicklung des Goodies-Center, eines Zentrums für Großhandel mit Sonderposten, im Gespräch mit dem Geschäftsführer Georg Dobelmann. „Mir waren die Artländer Bekleidungswerke aus den Achtzigerjahren noch ein Begriff, als ich in Osnabrück studiert habe. Es ist beeindruckend, was sich auf dem Gelände inzwischen entwickelt hat. Mit der Messe hat Herr Dobelmann eine Marktlücke entdeckt und konsequent genutzt“, führte Baier aus.
Dobelmann erläuterte das Konzept der Messe und das Geschäftsmodell seiner Posten-Börse, die mittlerweile über 1000 Mitarbeiter beschäftigt. „Die Gemeinde Ankum kann sich durch die Messegäste und Einkäufer überregional bekannt machen und sollte die Chance auch touristisch konsequent nutzen“, so die Einschätzung von Baier. „Die Samtgemeinde und die Region haben hier viel zu bieten, um den Besuchern des Goodies Center eine Verlängerung des Aufenthaltes schmackhaft zu machen.“
Der Bitte nach Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebes kam der ehemalige Bürgermeister von Ankum, Ferdinand Borgmann, in Tütingen nach. Hier fragte Baier nach der Struktur des Betriebes und aktuellen Problemen von landwirtschaftlichen Familienbetrieben. Borgmann berichtete von einer Flächenverknappung durch Bau- und Gewerbegebiete und den zunehmenden Anbau von Pflanzen für die energetische Verwertung.
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