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Heimatverein erinnert mit Ausstellung an die 200-jährige Geschichte der Post in Dissen
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Autor: Simone Grawe 21. Februar 2012 14:53 Uhr  Mehr Artikel von dieser Autorin

Uniformen, Unikate und Urkunden

Heimatverein erinnert mit Ausstellung an die 200-jährige Geschichte der Post in Dissen

Dissen. Von einem von Reichsgraf de Lafalette im Januar 1812 unterzeichneten Dokument über die 2004 geschlossene Filiale an der Südstraße bis zur Postagentur am Scheerenhof: So weit spannt sich der Bogen der Postgeschichte in Dissen. Eine Ausstellung des Heimatvereins gibt jetzt einen umfassenden Überblick über den 200 Jahre währenden Postalltag in Dissen.

 
Seit 200 Jahren gibt es die Post in Dissen: Die Ausstellung erinnert an die wechselvolle Geschichte. Rosemarie Rieke hat vieles zusammengetragen.Foto: Simone Grawe  Vergrößern

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Es ist eine wahre Fleißarbeit, die hinter dem Organisationsteam mit der Vorsitzenden Rosemarie Rieke an der Spitze liegt: Ungezählte Briefe, Karten, Fotos, Urkunden und andere Dokumente türmen sich im Archiv der Heimatstuben. Monatelang hat es gedauert, bis das umfangreiche Material gesichtet, sortiert und beschriftet war. Um die im Umkreis einzigartige Ausstellung zusammentragen zu können, konnte sich der Heimatverein nicht nur auf den eigenen Fundus berufen. Auch das Staatsarchiv Osnabrück sowie die Familien Rodefeld, Kraak, Stumpe, Riedel, Schnake, Strätger, Eggers-Reinschmidt, Brandt und Vollbracht haben zur Sammlung beigetragen.

Einige Namen sind direkt mit der Post in Dissen verbunden, so Gustav Kraak oder Vater und Sohn Wilhelm und Willi Stumpe aus Nolle, die beide ihren Dienst in der Poststelle verrichteten, erinnert sich Rieke, die sich glücklich schätzt, derartige Unterlagen präsentieren, die Geschichte der Post in Dissen lebendig und der Nachwelt erhalten zu können.

Zurück zur Urkunde von Reichsgraf de Lafalette, dessen Dokument vor 200 Jahren den Weg von Paris nach Dissen zurücklegte: Mit dieser Ernennungsurkunde wurde Franz Karl Dieckmann zum ersten Postdirektor von Dissen. Das Schreiben ist der älteste vorhandene Beleg über eine Poststelle im Ort. Sie war im späteren „Hotel zur Post“ am Karlsplatz eingerichtet. 1906 wechselte die Post ins Gebäude der heutigen Mauritius-Apotheke an der Großen Straße, ehe sie 1956 an die Südstraße umzog, wo sie bis 2004 ihren Sitz hatte.

Was kostete ein Brief im Jahr 1848? Postkutschen brachten Briefe von Ort zu Ort und nahmen auch Passagiere mit. Wer weiß schon, dass im Nachbargebäude des „Hotels zur Post“ bis zu 50 Pferde untergebracht waren und sogar Kinderpostuniformen in „angenehmster Tracht“ angeboten wurden?

Ein Zeitungsbeitrag über die Verabschiedung von Charlotte Strätger als Postassistentin im Jahr 1956 oder Fotos von Postmitarbeitern, die mit ihren Familien Ausflüge unternahmen: Es sind die herzerfrischenden Bilder und Texte, die diese Ausstellung so sehenswert machen.

Öffnungszeiten: 24. bis 26. Februar, 15 bis 18 Uhr, in den Heimatstuben, Rosinenstraße 18.

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