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Wolfgang Gerner gastierte mit seinem Marionettenzirkus im „Fachwerk 1775“
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Wolfgang Gerner gastierte mit seinem Marionettenzirkus im „Fachwerk 1775“
Wolfgang Gerner gastierte mit seinem Marionettenzirkus im „Fachwerk 1775“
Wellingholzhausen. Es war eine Vorstellung ohne Netz und doppelten Boden: Einen Abend lang wehte am Samstag im „Fachwerk 1775“ in Wellingholzhausen Zirkusluft – mit Clownerie, Akrobatik und Musik, dargeboten von der „Kurzschluss-Big-Band“.
Mit dem Zirkus „Ge Linde“ hatte nach Angaben der Veranstalter der „kleinste Zirkus der Welt“ Einzug in das älteste Haus des Beutlingsdorfes gehalten – mit Wolfgang Gerner aus Borgholzhausen, der im großen Veranstaltungsraum des grundlegend sanierten Fachwerkgebäudes ein Zirkuszelt mit Manege und Zuschauerbänken aufgebaut hatte.
„Das Ziel unseres Fördervereins besteht darin, der Bevölkerung außergewöhnliche Veranstaltungen zu präsentieren. Solche, die es in Melle bislang noch nicht gab“, wies Vorsitzender Josef Stock auf eines der Hauptanliegen der „Fachwerker“ hin. „Wir möchten dem Haus damit einen ganz besonderen Charakter geben.“
Dass dieses Ziel auch am Samstagabend erreicht wurde, steht außer Frage. Denn Wolfgang Gerner zog mit seinen aus Lindenholz geschnitzten Akrobaten alle Register seines Könnens.
Als die schöne Linda Linde über das Drahtseil tanzte und ihre Pirouetten drehte – und Anabol, der stärkste Mann der Welt, seine Muskeln spielen ließ, da waren die großen und kleinen Zirkusfans buchstäblich fasziniert. Ob es an der „Kurzschluss-Big-Band“ gelegen haben mag? Als es plötzlich in der Manege zu einem Stromausfall kam und die Lichter erloschen, war Improvisieren angesagt. Doch der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. „Wir machen das Beste draus“, kündigte Zirkusdirektor Gustav Linde an – und weiter ging’s mit dem Programm, zu dessen Gelingen auch „Ringo-Rongo aus dem Kongo“, „Silikon Elly“ und die „Spin Dreiers“ beitrugen.
Bereits 2011 feierte der Zirkus „Ge Linde“ sein 25-jähriges Bestehen. Nach mehr als 6000 Vorstellungen in sieben Ländern hat er bei Veranstaltungen unterschiedlichster Art junge und ältere Menschen in seinen magischen Bann gezogen. Auch in Wellingholzhausen erntete Wolfgang Gerner für dieses Gastspiel viel Applaus. „Schon jetzt freuen wir uns auf das nächste Event“, sagte Josef Stock und wies in diesem Zusammenhang auf den Auftritt von „Red Hot“ am 3. März hin.
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