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Jugend forscht: Vier Schulen aus Osnabrück und Umgebung im Landesfinale in Lingen
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Jugend forscht: Vier Schulen aus Osnabrück und Umgebung im Landesfinale in Lingen
Jugend forscht: Vier Schulen aus Osnabrück und Umgebung im Landesfinale in Lingen
Lingen. „Die Jugend von heutzutage.“ Mit diesem Satz beginnt häufig das Geschimpfe. Doch beim „Jugend forscht“-Regionalentscheid am Freitag hat sie gezeigt: Sie ist pfiffig und kreativ. Vier Projekte von Schülern aus Osnabrück und dem Landkreis erreichten das Landesfinale.
In den Gängen der Berufsbildenden Schulen (BBS) Lingen ist es voll. 83 Projekte präsentieren die Schüler, ihre Informationsstände reihen sich eng aneinander. Es brodelt, es kocht, an einigen Stellen rattern Roboter. Bleibt jemand stehen, wird ihm sofort erklärt, was es hier zu entdecken gibt.
Auch untereinander tauschen sich die Schüler aus. Eine Atmosphäre der Konkurrenz ist nicht zu spüren. Ohnehin sind die Entscheidungen an diesem Freitagnachmittag längst gefallen. Denn am Donnerstag bewertete die Jury die Projekte bereits. Am Tag darauf waren diese dann für das öffentliche Publikum zugänglich. Um 14 Uhr begann die herbeigesehnte Preisverleihung.
„Hier wurde widerlegt, dass mit der Jugend von heute nichts mehr los sei“, sagt Martin Gerenkamp, Erster Kreisrat des Landkreises Emsland. Markus Vogel, Regionalwettbewerbsleiter, präzisiert: „Es ist ein Wettbewerb auf sehr hohem Niveau, der Qualitäten zutage fördert, die im alltäglichen Schulleben vielleicht nicht wahrgenommen werden.“
Vier Projekte aus Osnabrück und Bissendorf überzeugen die Jury derart, dass sie sie für die beiden Landesfinalrunden qualifizieren. Viele weitere Schulprojekte aus Osnabrück und seinem Umland erreichen zweite und dritte Plätze und verfehlen die Qualifizierung für die Endrunden nur knapp. Letztlich ruft Markus Vogel aber sämtliche Schüler auf, übergab Urkunden, den Gewinnern ferner Geld- und Sachpreise. „Hier geht keiner mit leeren Händen nach Hause“, versichert er.
Schüler experimentieren
Rosa Kannegießer (14) und Ida Marie Krüwel (13) vom Wüste-Gymnasium produzierten Verpackungsmaterial – aus Popcorn unter hohem Druck.
Tobias Meyer, Martin Schlingensiepen und Lisa Wolf (jeweils elf Jahre alt), ebenfalls vom Wüste-Gymnasium, untersuchten, wo das Wasser des Silbersees bei Hasbergen geblieben war. Ihr Ergebnis: Brüchiger Kalkstein und Risse im Gestein unter dem See ließen das Wasser versickern.
Die Sechstklässler Malte Bußmann und Marvin Ruthemann von der Haupt- und Realschule Bissendorf bauten eine Biogasanlage nach. Durch das „Pupsen der Bakterien“, so Malte, entstehe Gas, mit dem ein Kraftwerk betrieben werden könne.
Jugend forscht
Isabel Osing und Miriam Schierbaum von den BBS Haste überlegten, wie sich die Tötung von Wildtieren in Feldern verhindern lässt. Denn tote Tiere verunreinigen die Ernte, daran könnten Nutztiere verenden, die mit der Ernte gefüttert werden. Lösung: Wärmekameras an den Maschinen sollen Wildtiere aufspüren.
Das „Jugend forscht“-Landesfinale findet vom 19. bis 21. März in Clausthal-Zellerfeld, das Finale „Schüler experimentieren“ vom 15. bis 17. März in Oldenburg.
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