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Den ländlichen Raum weiterentwickeln: Arbeitskreis in Berge gebildet – Erstes Treffen am 20. Februar
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Den ländlichen Raum weiterentwickeln: Arbeitskreis in Berge gebildet – Erstes Treffen am 20. Februar
Den ländlichen Raum weiterentwickeln: Arbeitskreis in Berge gebildet – Erstes Treffen am 20. Februar
Berge. Im Mittelpunkt einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Landfrauenvereins Berge standen Risiken und Möglichkeiten des ländlichen Raumes. Engagiert setzten sich die Referentinnen Elfriede Moos von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Gabriele Wosnitza von der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) Osnabrück für die weitergehende Entwicklung des ländlichen Raumes ein. Dabei wurde deutlich, dass engagiert gearbeitet werden muss, um den viel gepriesenen ländlichen Raum lebenswert zu erhalten und/oder zu gestalten.
Unter dem Arbeitstitel „Generationsübergreifendes Leben im ländlichen Raum“ stellten die Referentinnen den demografischen Wandel vor und gingen auf die Entwicklung des ländlichen Raumes ein. „Strukturwandel, demografischer Wandel, Vereinsamung und Überalterung sind Bereiche, die nicht nur die Städte, sondern auch unseren Raum treffen“, waren sich die Vortragenden einig.
Und sogleich stellte sich die Frage, wie dagegen angegangen werden könne. Festgestellt wurde, dass es den ländlichen Raum als pauschale Bezeichnung nicht gebe. Er präsentiere sich in Grafeld ganz anders als in Berge. Die strukturellen Unterschiede wurden ermittelt, der Strukturwandel herausgestellt. Der ländliche Raum verändere sich schleichend, oft nachteilig. Wohnen, Arbeit und Erholung müssten in Einklang gebracht werden.
Dabei wurde deutlich, dass der ländliche Raum lebenswert sei – nicht aber als Schlafstätte. Kritisch hinterfragt wurde auch der Bereich Neubaugebiete. Wer wohnt dort? Sind die Gebiete der örtlichen Struktur angebunden? Engagieren sich die Bewohner im Vereinsleben sowie im öffentlichen Leben des Ortes? Weiterhin stellten sich Fragen nach der Verkehrsinfrastruktur und der Grundversorgung. Wenn die Grundversorgung stimme, gebe es oft auch ein soziales Beziehungsnetz mit Seniorentreff und Jugendtreff. Wenn nicht, müsse es geschaffen werden. Jugendliche wollten sich außerhalb der Schule treffen und dabei nicht immer auf Taxi Mama angewiesen sein.
Weiterhin gingen Moos und Wosnitza auf Landwirtschaft und Tourismus ein, die sich ergänzen und nicht ausschließen sollten. „Dieses kann nur im konstruktiven Miteinander gestaltet und dadurch Arbeitsplätze im ländlichen Raum erhalten werden“, betonten die Referenten. Sie forderten auf, die Stärken festzuhalten und an den Schwächen zu arbeiten.
Dabei könnten sich die Landfrauen aktiv engagieren. Sie müssten sich dabei Partner suchen, die mitmachen wollten wie zum Beispiel die ebenfalls anwesende Seniorenbeauftragte der Samtgemeinde Fürstenau, Karin König. Um Leerstände abzubauen, könne Wohnraum mit der Verpflichtung gegenseitiger Hilfe angeboten werden. Oft suche das Kunsthandwerk geeignete Räume.
Da der öffentliche Personennahverkehr auf dem Lande oft nicht finanzierbar sei, könne ein Fahrdienst gegen Zahlung eines Beitrages oder ein Rufbussystem eingerichtet werden. Weiterhin wurden dezentrale Einkaufsmöglichkeiten und mobile Lebensmittelversorgung angesprochen. Gefordert wurden ein lebendiges Miteinander der Generationen sowie Gespräche untereinander. Nach dem engagierten Vortrag galt es, die Gedankenblitze dazu auf Arbeitsbögen festzuhalten. Die Ideen wurden vorgestellt und debattiert. Beschlossen wurde, einen Arbeitskreis zum Thema einzurichten. Er trifft sich zum ersten Mal am 20. Februar um 14.30 Uhr im Bauerncafé Nyenhuis in Bippen.
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07.04.2012
