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Marcus Lübke: Von Usedom zurück in die Heimat nach Berge
Berge. Am 1. Januar hat Marcus Lübke den Gasthof Borgmann in Berge übernommen. Den gebürtigen Grafelder hat es in die Heimat zurückgezogen, nachdem er sehr erfolgreich in Restaurants und Hotels tätig war. In einem Gespräch äußerte er sich zu seiner Rückkehr und seinen Zielen.
Warum sind Sie vom schönen Heringsdorf auf Usedom nach Berge gekommen?
Ich wollte einfach mal wieder etwas anderes sehen, nachdem ich viele Jahre auf Usedom gearbeitet habe. Irgendwie hatte ich auch Heimweh.
Wie wollen Sie den Gasthof Borgmann gestalten?
Ich möchte das weiter betreiben, was Heiner Borgmann angefangen hat. Zudem möchte ich das „Essen außer Haus“ – also das Catering-Geschäft – erweitern. Ich überlege noch, ob ich den Gasthof räumlich vergrößern werde, aber das ist bisher reine Theorie. Ich habe noch kein Konzept, außer, dass es nach Berge passen muss. Ein Ansatz für etwas Neues ist die erste Berger „Blues Night“, die hier am 2. März stattfinden wird.
Haben Sie eine Küchenphilosophie?
Ja. Ich biete eine regionale, saisonal-frische Küche. Die Lebensmittel dafür beziehe ich von hiesigen Erzeugern.
Wie viele Gerichte bieten Sie an?
Das kann man so nicht beziffern. Ich biete einfach eine gute, bürgerliche Küche. Spezielle, ausgefallene oder auch anspruchsvolle Wünsche sind aber auch kein Problem. Die Leute, die Essen für bestimmte Anlässe bestellen, haben in den meisten Fällen selber eine Vorstellung davon, was sie gerne möchten. Wenn sie keine bestimmte Vorstellung haben, mache ich auch selbst Vorschläge, wobei ich zum Beispiel spanische, mexikanische, italienische oder auch französische Gerichte anbiete.
Welches ist Ihr Lieblingsgericht?
Steckrüben-Eintopf.
Können Sie kurz beschreiben, in welchen Restaurants Sie gearbeitet haben?
Ich habe meine Lehre in der „Alten Mühle“ in Aselage gemacht. Daraufhin habe ich für eine Saison in „Saas Fee“ in der Schweiz in einem Fünf-Sterne-Restaurant gearbeitet. Nach meinem Aufenthalt in der Schweiz kam ich nach Heringsdorf auf Usedom. Dort war ich Küchenchef in dem Vier-Sterne-Hotel „Oasis“, das schnell unter die 400 besten Restaurants in Deutschland kam. Dann habe ich insgesamt acht Jahre lang mit einem Partner die „Seebrücke“ in Heringsdorf gepachtet. 2005 habe ich dann mit einem Schweizer Regionalteam bei einer Koch-Weltmeisterschaft in Bangkok die Silbermedaille gewonnen. Schließlich habe ich 2008 den „Kaiser Pavillon“ in Heringsdorf eröffnet.
War das nicht sehr zeitaufwendig?
Ja, das stimmt. Bei diesem Beruf bleibt wenig Freizeit. Ich habe aber eine sehr verständnis- und liebevolle Partnerin, die mich bei allem unterstützt.
Wie wurden Sie als neuer Wirt des altbewährten Gasthofes aufgenommen?
Ich wurde sensationell gut aufgenommen. Schön, dass ich wieder in der Heimat bin.
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